Die Welt des Livestreamings befindet sich in einem ständigen Wandel, angetrieben von Innovation, Content-Diversifizierung und einem immer intensiver werdenden Wettbewerb um Zuschauer und Creator. Jahrelang galt Twitch als der unangefochtene Platzhirsch, die erste Anlaufstelle für Gamer, Künstler und Talkshow-Hosts gleichermaßen. Doch mit dem Aufkommen neuer Akteure, allen voran Kick, hat sich das Spielfeld dramatisch verändert. Dieser Artikel bietet eine umfassende Analyse und einen detaillierten Vergleich zwischen Twitch und Kick, um Streamern und Content Creatorn eine fundierte Entscheidungshilfe für ihre zukünftige Plattformstrategie zu geben. Wir beleuchten Monetarisierungsmodelle, Reichweite, Community-Dynamiken, technische Features und die jeweiligen Vor- und Nachteile, die jede Plattform mit sich bringt.
Hintergrund und Marktpositionierung
Um die aktuellen Dynamiken zu verstehen, ist es unerlässlich, die Geschichte und die Marktposition der beiden Hauptakteure zu betrachten.
Twitch: Der etablierte Gigant
Twitch, ursprünglich als Justin.tv im Jahr 2007 gegründet und 2011 als eigenständige Gaming-Streaming-Plattform neu gestartet, wurde 2014 von Amazon übernommen. Diese Übernahme festigte seine Position als dominante Kraft im Livestreaming-Bereich. Mit seiner ausgereiften Infrastruktur, einer gigantischen globalen Nutzerbasis und einem breiten Spektrum an Tools und Funktionen hat Twitch eine treue Community aufgebaut. Es gilt als Standard für professionelles Streaming und bietet vielfältige Wege zur Monetarisierung, wenngleich diese oft erst ab einer gewissen Größe lukrativ werden.
Kick: Der aufstrebende Herausforderer
Kick trat Ende 2022 auf den Plan und positionierte sich schnell als direkte Konkurrenz zu Twitch, insbesondere durch sein Versprechen deutlich höherer Einnahmebeteiligungen für Streamer. Die Plattform wird von Stake.com unterstützt, einem bekannten Online-Glücksspielunternehmen, was von Anfang an für Aufsehen und Diskussionen sorgte. Kick hat sich zum Ziel gesetzt, eine creator-freundlichere Umgebung zu schaffen und zieht viele Streamer an, die sich auf Twitch benachteiligt fühlen oder nach neuen Wachstumschancen suchen. Die rasante Entwicklung und die aggressive Marketingstrategie von Kick haben den Livestreaming-Markt in kürzester Zeit neu belebt.
Monetarisierung und Einnahmemodelle
Der wohl wichtigste Faktor für viele Streamer bei der Wahl ihrer Plattform sind die Verdienstmöglichkeiten. Hier unterscheiden sich Twitch und Kick fundamental.
Twitch-Einnahmen: Das Bewährte Modell
Twitch bietet eine Reihe von Monetarisierungsoptionen, die jedoch oft an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind (Affiliate- oder Partnerstatus). Das bekannteste Modell ist der Abonnement-Split. Standardmäßig erhalten Streamer 50% der Einnahmen aus bezahlten Abonnements, während Twitch die anderen 50% einbehält. Für sehr große Partner-Streamer gibt es unter Umständen bessere Konditionen (z.B. 70/30), diese sind jedoch selten und schwer zu erreichen. Weitere Einnahmequellen sind:
- Bits: Eine virtuelle Währung, die Zuschauer kaufen und im Chat spenden können. Streamer erhalten 1 Cent pro Bit.
- Werbeeinnahmen: Streamer können Werbespots während ihrer Streams schalten und erhalten einen Anteil der Einnahmen.
- Prime Gaming: Zuschauer mit Amazon Prime erhalten ein kostenloses monatliches Kanal-Abonnement, das dem Streamer Einnahmen beschert.
- Spenden: Direkte Spenden über Drittanbieter-Tools sind weit verbreitet.
- Sponsorings: Direkte Deals mit Marken und Unternehmen.
Die Herausforderung bei Twitch liegt oft darin, genügend Reichweite zu generieren, um diese Modelle profitabel zu nutzen, insbesondere für kleinere Streamer.
Kick-Einnahmen: Das Attraktive Versprechen
Kick hat von Anfang an mit einem aggressiven Monetarisierungsmodell geworben, das deutlich höhere Auszahlungen an Streamer verspricht. Das Herzstück ist der Abonnement-Split von 95/5, was bedeutet, dass Streamer 95% der Abonnement-Einnahmen erhalten und Kick lediglich 5% einbehält. Dies ist ein erheblicher Unterschied zu Twitch und war ein Hauptgrund für viele Wechsel.
- Trinkgelder/Spenden: Kick bewirbt eine 100%ige Auszahlung von Trinkgeldern direkt an den Streamer, ohne Abzüge durch die Plattform (wobei eventuelle Zahlungsdienstleistergebühren anfallen können).
- Werbeeinnahmen: Ein Modell für Werbeeinnahmen ist in Entwicklung, aber noch nicht so ausgereift wie bei Twitch.
- Kein Partnerprogramm-Zwang: Die 95/5-Regelung gilt für alle Streamer, unabhängig von ihrem Status.
Dieses Modell macht Kick besonders attraktiv für Streamer, die ihre Einnahmen maximieren möchten, auch wenn die Zuschauerbasis (noch) kleiner ist.
Tabelle 1: Monetarisierungsvergleich der Plattformen
| Merkmal | Twitch | Kick |
|---|---|---|
| Abonnement-Split (Standard) | 50% Streamer / 50% Plattform (manchmal 70/30 für Top-Partner) | 95% Streamer / 5% Plattform |
| Trinkgelder / Spenden | Überwiegend Drittanbieter, Twitch Bits (1 Cent pro Bit für Streamer) | Direkt an Streamer (100% nach Gebühren des Zahlungsdienstleisters) |
| Werbeeinnahmen | Geregelter Anteil basierend auf Werbezeit und Zuschauern | Modell in Entwicklung, noch nicht etabliert |
| Prime Gaming Integration | Ja, kostenloses Abo für Prime-Mitglieder | Nein |
| Exklusivitätsklauseln | Ja, für Affiliates & Partner (eingeschränktes Dual-Streaming) | Nein, keine Exklusivitätsklauseln |
| Auszahlungsschwelle | 50 USD / 70 EUR | 50 USD / 70 EUR |
| Auszahlungszeitraum | Netto 15-30 Tage | Netto 10-14 Tage |
Reichweite und Zuschauerbasis
Die Größe und Zusammensetzung der potenziellen Zuschauerschaft sind entscheidend für das Wachstum eines Kanals.
Twitchs Massive Community
Twitch verfügt über die mit Abstand größte und diversifizierteste Zuschauerbasis im Livestreaming. Mit Millionen von monatlich aktiven Nutzern und durchschnittlich über 2 Millionen gleichzeitigen Zuschauern bietet Twitch eine enorme Reichweite. Die Plattform deckt eine breite Palette von Inhaltskategorien ab, von Gaming über kreative Streams bis hin zu Just Chatting und Musik. Für Streamer bedeutet dies zwar ein riesiges potenzielles Publikum, aber auch eine immense Konkurrenz. Es ist schwer, aus der Masse hervorzustechen, ohne eine klare Nische oder eine bereits bestehende Community.
Kicks Wachsende, aber Nischenpublikum
Kick hat in kurzer Zeit ein beachtliches Wachstum erzielt und zieht viele ehemalige Twitch-Zuschauer und -Streamer an. Die Plattform ist besonders stark in Nischen wie Glücksspiel-Streams und "Hot Tub"-Content, auch wenn sie sich bemüht, ihr Image zu diversifizieren. Die Zuschauerzahlen sind deutlich geringer als bei Twitch, aber die Plattform wächst stetig. Für neue Streamer kann dies bedeuten, dass es einfacher ist, Sichtbarkeit zu erlangen, da die Konkurrenz noch nicht so dicht ist. Das Publikum ist oft jünger und technikaffiner, mit einer Tendenz zu Krypto- und Gaming-Interessen.
Tabelle 2: Zuschauerbasis und Reichweite im Vergleich (Schätzungen und historische Daten)
| Merkmal | Twitch (Stand 2023/2024) | Kick (Stand 2023/2024) |
|---|---|---|
| Monatlich aktive Nutzer | Ca. 140-150 Millionen | Ca. 10-15 Millionen |
| Durchschnittliche gleichzeitige Zuschauer | Ca. 2,5 Millionen | Ca. 100.000 - 200.000 |
| Spitzen-Zuschauerzahlen | Über 6 Millionen | Über 400.000 |
| Hauptinhaltskategorien | Gaming, Just Chatting, Musik, Kreativ, IRL, Esports | Gaming, Glücksspiel, Just Chatting, IRL |
| Demografie (Tendenz) | Breit gefächert, primär 18-34 Jahre | Jünger, Gaming- & Krypto-affin, 18-28 Jahre |
| Globale Präsenz | Sehr hoch, stark in Nordamerika & Europa | Wachsend, stark in Nordamerika, Europa, Australien |
Streaming-Tools und Funktionen
Die Qualität und Vielfalt der verfügbaren Tools und Funktionen können das Streaming-Erlebnis für Creator und Zuschauer maßgeblich beeinflussen.
Twitchs Ausgereiftes Ökosystem
Twitch hat über Jahre hinweg ein unglaublich robustes und funktionsreiches Ökosystem entwickelt. Dazu gehören:
- Erweiterungen (Extensions): Eine riesige Bibliothek von Drittanbieter-Erweiterungen für Interaktivität, Spieleintegration, Community-Management und mehr.
- Moderationstools: Umfangreiche Tools für Moderatoren, AutoMod, Ban-Systeme, Chat-Filter und Verifizierungsprozesse, um die Community sicher zu halten.
- VODs und Clips: Automatische Speicherung von Streams als Videos-on-Demand (VODs) und einfache Erstellung von Clips durch Zuschauer.
- Community-Features: Raids, Hype Trains, Channel Points, Emotes, Squad Streams und vieles mehr, um die Interaktion zu fördern.
- API-Integration: Eine ausgereifte API, die eine Vielzahl von Drittanbieter-Streaming-Software und -Diensten ermöglicht.
- Mobile App: Eine sehr funktionale und weit verbreitete mobile App für Zuschauer und mobile Streamer.
Die Komplexität kann für Anfänger überwältigend sein, bietet aber unbegrenzte Möglichkeiten für erfahrene Streamer.
Kicks Entwicklungspotenzial
Kick ist eine jüngere Plattform und das merkt man an der Entwicklung seiner Tools und Funktionen. Während die Kern-Streaming-Funktionalität solide ist, sind viele erweiterte Features noch im Aufbau oder weniger ausgereift als bei Twitch.
- Grundlegende Streaming-Funktionen: Solide Unterstützung für OBS, Streamlabs und andere gängige Streaming-Software.
- VODs und Clips: Die VOD-Funktion wurde kontinuierlich verbessert, ist aber noch nicht so nahtlos wie bei Twitch. Die Clip-Funktion ist vorhanden, aber weniger prominent.
- Moderation: Basic-Moderationstools sind verfügbar, aber das System ist weniger ausgefeilt als Twitchs AutoMod und Community-Management-Suite. Kick setzt stark auf manuelle Moderation.
- Interaktions-Features: Weniger integrierte Community-Features; viele Streamer verlassen sich auf Drittanbieter-Tools.
- Mobile App: Eine funktionale App ist verfügbar, aber sie bietet noch nicht den vollen Funktionsumfang der Twitch-App.
Kick entwickelt sich rasant weiter und fügt ständig neue Funktionen hinzu. Für Streamer bedeutet dies, dass sie möglicherweise noch nicht alle Tools erwarten können, die sie von Twitch kennen, aber eine Plattform erhalten, die aktiv auf Creator-Feedback reagiert.
Vor- und Nachteile im Überblick
Die Wahl der Plattform hängt stark von den individuellen Bedürfnissen und Prioritäten eines Streamers ab.
Twitch:
- Vorteile:
- Riesige, etablierte Zuschauerbasis und globale Reichweite.
- Umfangreiches Ökosystem an Tools, Erweiterungen und Integrationen.
- Ausgereifte Moderations- und Community-Management-Systeme.
- Stabile Infrastruktur und zuverlässige Performance.
- Hohe Markenbekanntheit und Akzeptanz bei Werbetreibenden.
- Nachteile:
- Geringerer Abonnement-Split (50/50 Standard).
- Hohe Konkurrenz, schwierig für neue Streamer, sichtbar zu werden.
- Striktere und manchmal inkonsistent empfundene Inhaltsrichtlinien und DMCA-Probleme.
- Exklusivitätsklauseln für Affiliates und Partner.
- Weniger direkter Support, oft über große Wissensdatenbanken.
Kick:
- Vorteile:
- Sehr hoher Abonnement-Split (95/5) und 100% Trinkgelder für Streamer.
- Geringere Konkurrenz, potenziell einfacher, Sichtbarkeit zu erlangen.
- Weniger strenge Exklusivitätsrichtlinien, ermöglicht Dual-Streaming.
- Schnelle Entwicklung und Reaktion auf Creator-Feedback.
- Direkter Kontakt zum Support wird oft gelobt.
- Nachteile:
- Kleinere und (noch) weniger diverse Zuschauerbasis.
- Weniger ausgereifte Tools, Erweiterungen und Moderationssysteme.
- Infrastruktur noch im Aufbau, gelegentlich technische Schwierigkeiten.
- Image-Probleme durch die Verbindung zu Glücksspiel und laxere Anfangs-Richtlinien.
- Weniger Markenbekanntheit und Akzeptanz bei großen Werbetreibenden.
Moderation und Inhaltsrichtlinien
Die Regeln einer Plattform sind entscheidend dafür, welche Art von Inhalten gestreamt werden kann und wie die Community-Kultur geprägt ist.
Twitchs Strikte Regeln
Twitch hat umfassende Community-Richtlinien und Nutzungsbedingungen, die alles von beleidigendem Verhalten über Hassrede, Nacktheit bis hin zu Urheberrechtsverletzungen (DMCA) abdecken. Das System ist darauf ausgelegt, eine sichere und inklusive Umgebung zu schaffen. Während dies für viele positiv ist, wurde Twitch oft für seine inkonsistente oder übermäßige Durchsetzung kritisiert, insbesondere im Bereich DMCA, was viele Musik-Streamer betroffen hat. Die Strenge der Richtlinien kann jedoch auch als Qualitätssiegel für Werbetreibende dienen.
Kicks Lockerere Handhabung
Kick startete mit dem Ruf, deutlich liberalere Inhaltsrichtlinien zu haben, was es zu einer Anlaufstelle für Content machte, der auf Twitch als zu riskant oder verboten galt (z.B. bestimmte Formen von Glücksspiel-Content oder "Hot Tub"-Streams). Dies zog eine bestimmte Art von Streamern und Zuschauern an. Inzwischen hat Kick jedoch seine Richtlinien überarbeitet und versucht, einen moderateren Kurs einzuschlagen, um eine breitere Akzeptanz zu finden und auch für größere Marken attraktiv zu werden. Die Durchsetzung ist jedoch noch im Aufbau und wirkt im Vergleich zu Twitch weniger etabliert.
Zielgruppenanalyse und Nischenfindung
Die Wahl der Plattform sollte eng mit Ihrer Zielgruppe und der Art des Contents, den Sie produzieren möchten, verknüpft sein.
- Für Gaming-Streamer: Wenn Sie Mainstream-Spiele streamen und eine breite Masse erreichen wollen, bietet Twitch die größte potenzielle Reichweite. Für Nischenspiele oder wenn Sie glauben, auf Twitch unterzugehen, könnte Kick eine Chance bieten, sich schneller zu etablieren.
- Für "Just Chatting" oder IRL-Content: Twitch hat hier eine riesige Community. Kick zieht auch hier eine wachsende Zuschauerschaft an, oft mit Fokus auf interaktive und unzensierte Unterhaltung.
- Für Kreativ- oder Musik-Streamer: Twitch ist aufgrund seiner Etablierung, Tools und der breiteren Akzeptanz in diesen Nischen meist die bessere Wahl, trotz der DMCA-Herausforderungen. Kick hat in diesen Bereichen noch nicht die gleiche Community aufgebaut.
- Für Glücksspiel- oder Krypto-Content: Kick war von Anfang an stark in diesen Nischen positioniert und hat hier ein engagiertes Publikum.
Umgang mit Dual-Streaming und Plattform-Exklusivität
Viele Streamer fragen sich, ob sie sich für eine Plattform entscheiden oder beide gleichzeitig nutzen sollten.
Twitch hat eine Exklusivitätsklausel in seinen Affiliate- und Partnerverträgen. Diese besagt, dass Affiliates und Partner ihre Live-Inhalte nicht gleichzeitig auf anderen Plattformen streamen dürfen. Es gibt jedoch Ausnahmen: Nach Beendigung des Live-Streams dürfen VODs oder Highlights auf anderen Plattformen hochgeladen werden. Dies macht echtes Dual-Streaming schwierig, wenn man eine Partnerschaft mit Twitch anstrebt oder besitzt.
Kick hingegen hat keine Exklusivitätsklauseln. Dies ist ein großer Vorteil für Streamer, die ihre Reichweite maximieren und auf beiden Plattformen gleichzeitig präsent sein möchten. Das sogenannte "Simulcasting" (gleichzeitiges Streamen auf mehreren Plattformen) ist auf Kick ausdrücklich erlaubt.
Tipps für Dual-Streaming:
- Prüfen Sie Ihre Twitch-Vereinbarung: Stellen Sie sicher, dass Sie keine Exklusivitätsklauseln verletzen, wenn Sie Twitch-Affiliate oder -Partner sind.
- Technische Einrichtung: Nutzen Sie Tools wie Restream.io oder eine lokale Hardware-Lösung, um Ihren Stream an mehrere Plattformen gleichzeitig zu senden.
- Community-Management: Es kann herausfordernd sein, mit zwei Chat-Fenstern gleichzeitig zu interagieren. Konzentrieren Sie sich auf einen Hauptchat oder nutzen Sie einen konsolidierten Chat-Client.
- Anpassung der Inhalte: Bedenken Sie, dass die Zielgruppen und Richtlinien der Plattformen unterschiedlich sein können. Passen Sie gegebenenfalls Ihre Ansprache oder bestimmte Inhalte an.
Die Rolle von Marketing und Kanalwachstum
Unabhängig von der gewählten Plattform ist es entscheidend, eine starke Marketingstrategie zu verfolgen. Die reine Existenz auf einer Plattform garantiert keinen Erfolg.
Streamer müssen proaktiv daran arbeiten, ihre Inhalte zu bewerben und ihre Community aufzubauen. Dazu gehören:
- Social Media Marketing: Präsenz auf TikTok, Instagram, Twitter/X, YouTube für Clips, Highlights und Ankündigungen.
- SEO-Optimierung: Nutzen Sie relevante Keywords in Titeln und Beschreibungen, um in Suchmaschinen und auf den Plattformen selbst gefunden zu werden.
- Networking: Interagieren Sie mit anderen Streamern, nehmen Sie an Raids teil, bilden Sie Kooperationen.
- Qualität des Contents: Hochwertiger Stream (Audio, Video), unterhaltsamer Content und eine ansprechende Persönlichkeit sind unerlässlich.
Für Streamer, die ihr Wachstum beschleunigen und ihre Präsenz professionell ausbauen möchten, können Dienste wie streamhub.shop eine wertvolle Ergänzung sein, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und neue Zuschauer zu gewinnen. Unabhängig von der gewählten Plattform ist es entscheidend, eine starke Marketingstrategie zu verfolgen. Professionelle Unterstützung beim Kanalwachstum, wie sie streamhub.shop bietet, kann hierbei den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Checkliste für die Plattformwahl
Bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen, stellen Sie sich folgende Fragen:
- Was ist meine primäre Zielgruppe? Wo verbringt sie ihre Zeit?
- Was sind meine Monetarisierungsziele? Lege ich Wert auf den höchsten Abo-Split oder auf ein etabliertes Werbemodell?
- Welche Art von Inhalt streame ich? Passt er besser zu den Richtlinien und der Community von Twitch oder Kick?
- Wie wichtig ist mir die Community-Interaktion und welche Tools benötige ich dafür?
- Bin ich bereit, mich an potenzielle Exklusivitätsklauseln zu halten, oder möchte ich Dual-Streamen?
- Wie wichtig ist mir eine ausgereifte und stabile technische Infrastruktur?
- Wie schätze ich die Langzeitperspektive beider Plattformen ein?
Fazit: Eine Strategische Entscheidung
Die Entscheidung zwischen Kick und Twitch ist keine einfache "richtig" oder "falsch"-Wahl, sondern eine strategische Entscheidung, die von Ihren individuellen Zielen, Ihrem Content und Ihrer Risikobereitschaft abhängt. Twitch bleibt der dominante Akteur mit einer riesigen Community und einem ausgereiften Ökosystem. Es ist die sichere Bank, erfordert aber viel Arbeit, um in der Masse hervorzustechen. Kick bietet verlockende Monetarisierungsmodelle und die Chance, auf einer wachsenden Plattform früher Fuß zu fassen, bringt aber auch eine weniger ausgereifte Infrastruktur und eine noch nicht vollständig diversifizierte Zuschauerschaft mit sich.
Viele Streamer entscheiden sich auch für eine Hybridstrategie, indem sie ihre Präsenz auf mehreren Plattformen aufbauen (unter Berücksichtigung der Exklusivitätsklauseln) oder Kick als Zweitplattform nutzen, um neue Zielgruppen zu erschließen. Experimentieren Sie, bleiben Sie flexibel und passen Sie Ihre Strategie an die sich ständig ändernde Landschaft des Livestreamings an. Letztlich ist die Wahl der Plattform nur ein Teil der Gleichung. Echtes Wachstum erfordert Engagement, Qualität und eine durchdachte Strategie, die durch gezielte Marketingmaßnahmen, beispielsweise von streamhub.shop, noch verstärkt werden kann.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist Kick eine echte Alternative zu Twitch?
Ja, Kick hat sich innerhalb kurzer Zeit als ernstzunehmende Alternative zu Twitch etabliert. Insbesondere durch sein attraktives Monetarisierungsmodell (95/5 Abo-Split) und die fehlenden Exklusivitätsklauseln zieht es viele Streamer an. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Kick noch nicht die gleiche Zuschauerbasis oder das ausgereifte Feature-Set von Twitch besitzt. Für einige Streamer ist es bereits die bevorzugte Plattform, für andere eine wertvolle Ergänzung.
Welche Plattform bietet bessere Verdienstmöglichkeiten?
Für Streamer, die hauptsächlich über Abonnements und Trinkgelder monetarisieren möchten, bietet Kick potenziell bessere Verdienstmöglichkeiten aufgrund seines 95/5 Abo-Splits und der 100%igen Auszahlung von Trinkgeldern (nach Zahlungsdienstleistergebühren). Twitchs Standard-50/50-Split ist weniger lukrativ, obwohl große Partner bessere Konditionen erhalten können. Twitch hat jedoch ein etablierteres Werbemodell und mehr Möglichkeiten für Marken-Sponsorings durch seine größere Reichweite.
Kann ich auf beiden Plattformen gleichzeitig streamen?
Ja, prinzipiell ist Dual-Streaming (Simulcasting) technisch möglich. Allerdings müssen Sie die Exklusivitätsklauseln von Twitch beachten, falls Sie ein Twitch-Affiliate oder -Partner sind. Diese verbieten in der Regel das gleichzeitige Streamen von Live-Inhalten auf anderen Plattformen. Kick hat keine solchen Exklusivitätsklauseln, was es Streamern erlaubt, dort gleichzeitig mit anderen Plattformen zu streamen.
Welche Plattform ist besser für Anfänger?
Für Anfänger kann Kick aufgrund der geringeren Konkurrenz und der potenziell einfacheren Sichtbarkeit attraktiv sein. Es ist möglicherweise leichter, eine erste Community aufzubauen. Twitch bietet zwar eine riesige potenzielle Reichweite, erfordert aber oft mehr Anstrengung, um in der Masse hervorzustechen. Twitchs umfangreiche Tools und Moderationssysteme können für Anfänger anfangs überfordernd wirken, bieten aber langfristig mehr Möglichkeiten.
Wie wirken sich die Inhaltsrichtlinien auf meine Entscheidung aus?
Die Inhaltsrichtlinien sind ein entscheidender Faktor. Twitch hat sehr strikte und umfassende Richtlinien, insbesondere in Bezug auf Urheberrecht (DMCA), Nacktheit und Hassrede. Dies kann für Streamer, die bestimmte Inhalte produzieren, einschränkend sein. Kick hatte anfangs liberalere Richtlinien, hat diese aber inzwischen angepasst und versucht, eine breitere Akzeptanz zu finden. Wenn Ihr Content an der Grenze der Twitch-Regeln liegt, könnte Kick eine Alternative sein. Wenn Sie jedoch Wert auf ein sehr "sauberes" und werbefreundliches Umfeld legen, ist Twitch oft die sicherere Wahl.