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Hintergrund und Aufstieg der Plattformen

Die Landschaft des Live-Streamings ist ständig in Bewegung, geprägt von Innovation, Wettbewerb und dem unermüdlichen Streben nach Aufmerksamkeit. Lange Zeit thronte Twitch unangefochten an der Spitze, das Synonym für interaktive Unterhaltung und Community-Building. Doch mit dem Aufkommen neuer Akteure, allen voran Kick, geraten die etablierten Hierarchien ins Wanken. Für Content Creator stellt sich mehr denn je die Frage: Wo lassen sich die eigenen Inhalte am besten präsentieren, die Community am effektivsten aufbauen und vor allem – wo lassen sich die besten Einnahmen erzielen? Dieser umfassende Vergleich beleuchtet die Stärken und Schwächen von Twitch und Kick und bietet eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Streamer, die ihre Zukunft im digitalen Raum gestalten wollen.

Hintergrund und Aufstieg der Plattformen

Twitch: Der etablierte Platzhirsch

Twitch, ursprünglich als Spinoff von Justin.tv im Jahr 2011 gestartet, hat sich über die Jahre zum dominanten Kraftwerk des Live-Streamings entwickelt. Nach der Übernahme durch Amazon im Jahr 2014 erlebte die Plattform einen exponentiellen Anstieg der Nutzerzahlen und etablierte sich als die führende Anlaufstelle für Gaming, "Just Chatting" und eine Vielzahl anderer Content-Kategorien. Mit Millionen von täglichen Zuschauern und einer riesigen Bibliothek an Live- und VOD-Inhalten bietet Twitch eine unübertroffene Reichweite und eine ausgereifte Infrastruktur. Die Stärke von Twitch liegt in seiner globalen Präsenz, den umfangreichen Moderationstools und einem etablierten Partnerprogramm, das Stabilität und verschiedene Monetarisierungswege verspricht. Allerdings steht Twitch auch immer wieder in der Kritik, sei es wegen der Umsatzbeteiligung für Streamer, der Komplexität seiner Richtlinien oder der Schwierigkeit für neue Creator, in der Masse der Inhalte sichtbar zu werden.

Kick: Der Herausforderer mit frischem Wind

Kick betrat die Bühne Ende 2022 und positionierte sich schnell als direkte Alternative zu Twitch. Unterstützt von Persönlichkeiten aus der Glücksspielbranche und mit einem aggressiven Marketingansatz, zog Kick schnell die Aufmerksamkeit vieler Streamer auf sich, die unzufrieden mit den Konditionen auf anderen Plattformen waren. Das Hauptargument von Kick ist eine überaus attraktive Umsatzbeteiligung, die Streamern einen deutlich größeren Anteil an den Abonnement-Einnahmen verspricht. Des Weiteren bewirbt Kick eine lockerere Handhabung bestimmter Content-Richtlinien, insbesondere im Bereich Glücksspiel, was jedoch auch zu Diskussionen über die Plattformmoral geführt hat. Kick befindet sich noch in einer frühen Phase seiner Entwicklung, baut aber stetig seine Funktionen aus und versucht, eine Nische für sich zu erober, indem es sich als "streamerfreundlichere" Plattform darstellt.

Monetarisierung und Einnahmen: Der Kern des Interesses

Für die meisten Streamer ist die Möglichkeit, mit ihrer Leidenschaft Geld zu verdienen, ein entscheidender Faktor bei der Wahl der Plattform. Hier unterscheiden sich Kick und Twitch fundamental, insbesondere bei der Verteilung der Einnahmen aus Abonnements.

Umsatzbeteiligung: Wo das Geld bleibt

Die Umsatzbeteiligung ist der wohl meistdiskutierte Punkt im Vergleich zwischen Kick und Twitch:

  • Twitch: Traditionell setzt Twitch auf eine 50/50-Aufteilung der Abonnement-Einnahmen. Das bedeutet, dass die Hälfte der Einnahmen an Twitch geht und die andere Hälfte an den Streamer. Für sehr große und etablierte Partner gibt es die Möglichkeit, eine 70/30-Aufteilung zu erreichen, oft verbunden mit exklusiven Verträgen und hohen Mindestanforderungen an die Zuschauerzahlen oder Abonnement-Einnahmen. Diese Regelung ist seit langem ein Stein des Anstoßes in der Creator-Community.
  • Kick: Kick bewirbt sich mit einer revolutionären 95/5-Aufteilung. Hier behält der Streamer 95 % der Abonnement-Einnahmen, während nur 5 % an die Plattform gehen. Dieses Modell ist extrem attraktiv und soll Streamer anlocken, die auf Twitch das Gefühl haben, zu wenig von ihrer Arbeit zu behalten. Es ist jedoch zu beachten, dass Kick derzeit noch keine Stufenprogramme oder komplizierte Tier-Systeme für die Umsatzbeteiligung hat, was die Bedingungen für alle Streamer gleichermaßen transparent macht.

Spendensysteme und Bits/Kicks

  • Twitch: Nutzt das eigene "Bits"-System, eine virtuelle Währung, die Zuschauer kaufen und im Chat als Cheermotes oder Spenden verwenden können. Twitch behält einen Anteil an den Bit-Käufen. Direkte Spenden über Drittanbieter wie Streamlabs oder Streamelements sind ebenfalls weit verbreitet, wobei Twitch hier keine Gebühren erhebt, aber die Zahlungsdienstleister ihre eigenen Transaktionsgebühren verlangen.
  • Kick: Verfügt über ein ähnliches System, das es Zuschauern ermöglicht, Streamer direkt über die Plattform zu unterstützen. Auch hier behält Kick einen geringen Prozentsatz. Direkte Spenden über externe Plattformen sind ebenfalls möglich und werden von Kick derzeit nicht reguliert.

Werbeeinnahmen und Sponsoring

  • Twitch: Bietet Streamern die Möglichkeit, Werbung während ihrer Streams zu schalten und einen Anteil an den generierten Einnahmen zu erhalten. Dieser Anteil variiert und ist oft nicht so lukrativ wie die Abonnementeinnahmen, kann aber eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen. Externe Sponsoring-Deals mit Marken sind für viele größere Streamer die Haupteinnahmequelle und werden direkt zwischen Streamer und Sponsor verhandelt.
  • Kick: Steht in diesem Bereich noch am Anfang. Werbeeinnahmen über die Plattform sind bisher nicht so stark etabliert wie auf Twitch. Die Plattform konzentriert sich primär auf die Abo-Einnahmen. Sponsoring-Deals sind wie auf Twitch Sache des Streamers.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Monetarisierungsmodelle zusammen:

Merkmal Twitch Kick
Abonnement-Einnahmen (Standard) 50 % für Streamer 95 % für Streamer
Abonnement-Einnahmen (Elite/Partner) Bis zu 70 % für Top-Partner 95 % für alle Streamer
Werbeeinnahmen (Anteil) Variabler Anteil für Streamer Noch gering oder nicht etabliert
Trinkgelder/Spenden (Plattform) Bits (Twitch behält Anteil) Kick-Spenden (Kick behält geringen Anteil)
Trinkgelder/Spenden (Extern) 100 % für Streamer (zzgl. Zahlungsgebühren) 100 % für Streamer (zzgl. Zahlungsgebühren)

Community und Moderation: Das Herzstück des Engagements

Eine lebendige Community und eine sichere Umgebung sind für den Erfolg eines jeden Streams unerlässlich. Beide Plattformen bieten hier unterschiedliche Ansätze.

Zuschauerbasis und Reichweite

  • Twitch: Verfügt über eine riesige, global verteilte Zuschauerbasis von Millionen aktiven Nutzern. Dies bedeutet potenziell eine enorme Reichweite, aber auch eine hohe Sättigung. Neue Streamer haben es oft schwer, in der Masse der etablierten Kanäle entdeckt zu werden. Die Discoverability ist eine ständige Herausforderung.
  • Kick: Hat eine deutlich kleinere, aber wachsende Zuschauerbasis. Für neue Streamer kann dies sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil sein. Einerseits ist die absolute Zuschauerzahl geringer, andererseits kann es leichter sein, in weniger gesättigten Kategorien sichtbar zu werden und sich eine erste Community aufzubauen. Die Community auf Kick wird oft als "frischer" oder "weniger zensiert" wahrgenommen, was bestimmte Nischen anziehen kann.

Moderationstools und Richtlinien

Die Art und Weise, wie Inhalte moderiert werden, ist ein entscheidender Unterschied:

  • Twitch: Hat über die Jahre ein komplexes Regelwerk entwickelt, das "Community-Richtlinien" genannt wird. Diese decken ein breites Spektrum ab, von Hassrede und Belästigung bis hin zu Nacktheit und Urheberrechtsverletzungen. Die Moderation erfolgt durch ein Team von Mitarbeitern sowie KI und die Streamer können Moderatoren für ihre Kanäle einsetzen. Die Durchsetzung der Richtlinien wird oft als inkonsistent kritisiert, aber das System ist ausgereift.
  • Kick: Bewirbt sich mit liberaleren Content-Richtlinien, insbesondere im Bereich Glücksspiel, was es von Twitch unterscheidet. Es hat auch eigene Community-Richtlinien, die grundlegende Verhaltensregeln festlegen. Die Moderationstools sind denen von Twitch ähnlich (Mods, Bann-Funktionen), aber die Plattform ist noch dabei, ihre Moderationsinfrastruktur vollständig aufzubauen und zu optimieren. Die laxeren Regeln können für manche Streamer attraktiv sein, bergen aber auch das Risiko, dass die Plattform Inhalte anzieht, die für ein breiteres Publikum weniger wünschenswert sind.

Interaktionsmöglichkeiten

Beide Plattformen bieten umfangreiche Möglichkeiten zur Zuschauerinteraktion:

  • Twitch: Umfassende Chat-Funktionen, benutzerdefinierte Emotes (für Abonnenten), Kanalpunkte mit Belohnungen, Umfragen, Hype-Train und Raids/Host-Funktionen zur Unterstützung anderer Streamer. Die Interaktion ist ein Kernbestandteil des Erlebnisses.
  • Kick: Bietet ebenfalls einen vollwertigen Chat, Emotes (noch im Aufbau, aber erweiterbar), Umfragen und eine ähnliche Raiding-Funktion. Die grundlegenden Interaktionsmöglichkeiten sind vorhanden und werden stetig weiterentwickelt.

Technische Aspekte und Streaming-Erlebnis

Die technische Leistungsfähigkeit einer Plattform ist entscheidend für ein reibungsloses Streaming-Erlebnis für Creator und Zuschauer.

Streaming-Software und Kompatibilität

Beide Plattformen sind mit den gängigen Streaming-Softwares kompatibel:

  • Twitch & Kick: Unterstützen populäre Encoder wie OBS Studio, Streamlabs Desktop, XSplit und andere. Die Einrichtung ist für erfahrene Streamer auf beiden Plattformen unkompliziert. APIs und Integrationen für Stream-Tools (Alerts, Widgets) sind auf Twitch ausgereifter, werden aber auch auf Kick zunehmend angeboten.

Videoqualität und Server-Infrastruktur

  • Twitch: Verfügt über eine ausgereifte und weltweit verteilte Server-Infrastruktur, die in der Regel stabile Streams in hoher Qualität (bis zu 1080p60fps, mit höherer Bitrate für Partner) ermöglicht. Transcoding-Optionen (verschiedene Qualitätsstufen für Zuschauer) sind für Affiliates und Partner verfügbar, was die Zugänglichkeit für Zuschauer mit langsameren Internetverbindungen verbessert.
  • Kick: Arbeitet noch am Ausbau seiner Server-Kapazitäten. Während die Qualität oft gut ist, können in Spitzenzeiten oder in bestimmten Regionen noch vereinzelt Stabilitätsprobleme oder eine geringere Auswahl an Transcoding-Optionen auftreten. Die Plattform investiert jedoch stark in die Verbesserung dieser Aspekte.

Benutzerfreundlichkeit für Streamer und Zuschauer

  • Twitch: Das Dashboard für Streamer ist funktionsreich, aber aufgrund der Vielzahl an Optionen manchmal überwältigend. Für Zuschauer ist die Navigation intuitiv, die Discoverability neuer Streamer ist jedoch eine große Herausforderung, da viele große Namen die oberen Ränge dominieren.
  • Kick: Bietet ein schlankeres Dashboard für Streamer, das oft als benutzerfreundlicher empfunden wird, da es weniger überladen ist. Die Benutzeroberfläche für Zuschauer ist ebenfalls klar strukturiert. Die Discoverability könnte für kleinere Streamer auf Kick aufgrund der geringeren Konkurrenz einfacher sein, da die Algorithmen noch nicht so stark optimiert sind und Nischen leichter gefunden werden können.

Partnerprogramme und Anforderungen

Die Partnerprogramme sind der Schlüssel zu erweiterten Monetarisierungsoptionen und Status auf den Plattformen.

Twitch Partner und Affiliate

Twitch hat ein zweistufiges Programm:

  1. Twitch Affiliate: Dies ist die erste Stufe. Anforderungen sind in der Regel:
    • Mindestens 50 Follower
    • Mindestens 500 Minuten gestreamt in den letzten 30 Tagen
    • Mindestens 7 einzigartige Stream-Tage in den letzten 30 Tagen
    • Durchschnittlich 3 gleichzeitige Zuschauer in den letzten 30 Tagen
    Affiliates können Abonnements, Bits und Werbeeinnahmen generieren.
  2. Twitch Partner: Die höchste Stufe, die erweiterte Vorteile bietet (z.B. verbesserte Transcoding-Optionen, längere VOD-Speicherung, exklusive Support-Optionen). Anforderungen sind deutlich höher:
    • Mindestens 75 durchschnittliche Zuschauer in den letzten 30 Tagen (oder 500 in 3 Monaten)
    • Mindestens 25 Stunden gestreamt in den letzten 30 Tagen
    • Mindestens 12 einzigartige Stream-Tage in den letzten 30 Tagen
    • Einhaltung der Community-Richtlinien
    Die Erfüllung dieser Kriterien garantiert keine Partnerschaft, eine manuelle Prüfung ist erforderlich.

Kick Creator Program

Kick bietet derzeit ein "Creator Program" an, das sich durch einfachere Zugangsbedingungen und die attraktive 95/5-Umsatzbeteiligung auszeichnet:

  1. Kick Creator Program: Die Anforderungen sind bewusst niedrig gehalten, um Streamern einen schnellen Zugang zu den vollen Monetarisierungsmöglichkeiten zu geben:
    • Mindestens 75 Follower
    • Mindestens 5 Stunden gestreamt
    • Einhaltung der Community-Richtlinien
    Kick hat den Anspruch, den Weg zur Monetarisierung für alle Streamer so einfach wie möglich zu gestalten. Das Programm entwickelt sich noch weiter, aber die Grundphilosophie ist klar: mehr Einnahmen für den Streamer.

Hier ist eine vergleichende Tabelle der Partnerprogramm-Anforderungen:

Kriterium Twitch Affiliate Twitch Partner Kick Creator Program
Mindest-Follower 50 N/A (Fokus auf Zuschauer) 75
Durchschnittliche Zuschauer (letzte 30 Tage) 3 75 N/A (keine spezifische Zahl)
Stream-Stunden (letzte 30 Tage) 500 Minuten (ca. 8,3 Stunden) 25 Stunden 5 Stunden
Einzigartige Stream-Tage (letzte 30 Tage) 7 12 N/A (keine spezifische Zahl)
Einnahmen-Anteil (Abonnements) 50% 50-70% 95%

Wachstum und Marketing auf beiden Plattformen

Unabhängig von der Plattform ist nachhaltiges Wachstum eine Herausforderung, die strategisches Denken und Marketing erfordert.

Herausforderungen beim Wachstum

  • Twitch: Die größte Herausforderung ist die Sättigung. Mit Millionen von Kanälen ist es extrem schwierig, aus der Masse herauszustechen. Der Twitch-Algorithmus bevorzugt oft bereits große Kanäle, was die Discoverability für Newcomer erschwert.
  • Kick: Obwohl Kick weniger gesättigt ist, ist die absolute Zuschauerzahl noch geringer. Dies bedeutet, dass man zwar schneller in den Top-Kategorien erscheinen kann, aber die potenzielle Reichweite kleiner ist. Es erfordert oft aktives Cross-Promotion, um Zuschauer auf die neue Plattform zu locken.

Strategien zur Zuschauerbindung

Für beide Plattformen gelten die gleichen Kernstrategien:

  1. Konsistenter und qualitativ hochwertiger Content: Regelmäßige Streams mit guter Audio- und Videoqualität sind grundlegend.
  2. Community-Interaktion: Aktives Engagement im Chat, Beantwortung von Fragen und das Schaffen einer einladenden Atmosphäre fördern die Bindung.
  3. Nischenfindung: Das Besetzen einer spezifischen Nische kann auf beiden Plattformen helfen, eine loyale Zielgruppe aufzubauen.
  4. Cross-Promotion: Bewerbung der Streams auf sozialen Medien (Twitter, Instagram, TikTok, YouTube) ist unerlässlich, um neue Zuschauer anzuziehen.

Externe Marketingmaßnahmen

Um in diesem Wettbewerbsumfeld herauszustechen und die Sichtbarkeit zu erhöhen, greifen viele Streamer auf professionelle Marketing-Tools zurück. Dienste wie streamhub.shop können dabei helfen, die Reichweite zu vergrößern und gezielt neue Zuschauer zu gewinnen, indem sie effektive Promotionsstrategien anbieten. Dies kann die Präsenz auf sozialen Medien stärken, gezielte Kampagnen für Follower-Wachstum ermöglichen oder die durchschnittliche Zuschauerzahl erhöhen, was wiederum die Chancen auf eine Partnerschaft mit der jeweiligen Plattform verbessert.

Für eine nachhaltige Kanalentwicklung ist es entscheidend, nicht nur organisch zu wachsen, sondern auch intelligente Marketingstrategien zu implementieren. Plattformen wie streamhub.shop bieten hier maßgeschneiderte Lösungen an, um beispielsweise die Anzahl der Follower oder die durchschnittliche Zuschauerzahl zu steigern, was wiederum die Chancen auf eine Partnerschaft mit der jeweiligen Plattform erhöht.

Fazit und Empfehlung: Welche Plattform passt zu Ihnen?

Die Entscheidung zwischen Kick und Twitch ist keine pauschale, sondern hängt stark von Ihren individuellen Zielen, Ihrem Content und Ihrer Risikobereitschaft ab.

Wählen Sie Twitch, wenn:

  • Sie Wert auf eine massive, etablierte Zuschauerbasis legen und bereit sind, sich in einem hochkompetitiven Umfeld zu behaupten.
  • Ihnen eine ausgereifte und stabile Infrastruktur mit umfangreichen Moderationstools und etablierten Partnerprogrammen wichtig ist.
  • Ihr Content den strengeren Richtlinien entspricht und Sie von einem breiten Spektrum an Monetarisierungsoptionen (Abonnements, Bits, Werbung, Sponsoring) profitieren möchten, auch wenn die Umsatzbeteiligung geringer ausfällt.
  • Sie eine breite Akzeptanz und Vertrautheit der Plattform bei Ihren Zuschauern wünschen.

Wählen Sie Kick, wenn:

  • Ihnen die Umsatzbeteiligung von 95/5 oberste Priorität hat und Sie den maximalen Anteil an Ihren Einnahmen behalten möchten.
  • Sie bereit sind, eine Plattform zu unterstützen, die noch im Aufbau ist und sich ständig weiterentwickelt, was mit potenziellen anfänglichen Problemen einhergehen kann.
  • Ihr Content möglicherweise von den liberaleren Richtlinien von Kick profitiert oder Sie in einer Nische unterwegs sind, in der Sie auf Kick leichter entdeckt werden könnten.
  • Sie eine Community aufbauen möchten, die offen für neue Plattformen ist, und Sie als Pionier gesehen werden möchten.

Dual-Streaming als Kompromiss:

Viele Streamer entscheiden sich auch für eine Strategie des Dual-Streamings, bei der sie gleichzeitig auf beiden Plattformen live gehen. Dies ermöglicht es, die Reichweite von Twitch zu nutzen und gleichzeitig die hohen Einnahmen von Kick zu generieren. Es erfordert jedoch mehr technische Ressourcen und Management. Es ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, beide Welten zu testen und zu sehen, welche Plattform am besten zu Ihrem Stil und Ihrer Community passt, ohne sich sofort festlegen zu müssen.

Letztendlich ist die beste Plattform diejenige, auf der Sie sich am wohlsten fühlen, Ihre Community am besten erreichen können und Ihre Ziele am effektivsten verwirklichen. Der Markt ist dynamisch, und es lohnt sich, die Entwicklungen beider Giganten genau zu beobachten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich gleichzeitig auf Kick und Twitch streamen?

Ja, das ist technisch möglich und wird von vielen Streamern praktiziert, um die Reichweite beider Plattformen zu nutzen. Es wird als "Dual-Streaming" oder "Simulcasting" bezeichnet. Sie benötigen dafür in der Regel eine leistungsstarke Internetverbindung und einen starken PC oder einen dedizierten Streaming-PC, um die gleichzeitige Codierung für beide Plattformen zu bewältigen. Es ist ratsam, die Nutzungsbedingungen beider Plattformen zu überprüfen, da Twitch in der Vergangenheit Einschränkungen für gleichzeitiges Streaming mit Partnern hatte, diese aber gelockert hat.

Welche Plattform bietet die besseren Verdienstmöglichkeiten für kleine Streamer?

Für kleine Streamer bietet Kick aufgrund der 95/5-Umsatzbeteiligung potenziell bessere Verdienstmöglichkeiten aus Abonnements, selbst bei einer geringeren absoluten Zuschauerzahl. Die Hürden für die Monetarisierung sind dort niedriger. Auf Twitch müssen kleine Streamer zunächst die Affiliate- oder sogar Partner-Stufe erreichen, um signifikant Geld zu verdienen, und die 50/50-Aufteilung ist weniger attraktiv.

Ist Kick eine ernsthafte Bedrohung für Twitch?

Kick hat definitiv das Potenzial, Twitch herauszufordern, insbesondere durch sein attraktives Umsatzmodell, das viele Streamer anlockt. Es ist jedoch noch zu früh, um von einer direkten "Bedrohung" zu sprechen. Twitch hat einen massiven Vorsprung in Bezug auf Nutzerbasis, Infrastruktur und Markenerkennung. Kick muss noch beweisen, dass es nachhaltig wachsen, seine Infrastruktur stabilisieren und eine breite Akzeptanz in der allgemeinen Streaming-Community finden kann, die über Nischen-Content hinausgeht.

Welche Content-Arten sind auf Kick beliebter?

Aufgrund der liberaleren Content-Richtlinien und der Herkunft der Plattform sind auf Kick insbesondere Inhalte aus dem Bereich Glücksspiel und Krypto-Themen sehr populär. Es gibt aber auch eine wachsende Community für Gaming, "Just Chatting" und andere traditionelle Streaming-Kategorien. Die Plattform versucht, ein breiteres Spektrum an Content-Erstellern anzuziehen und sich nicht auf bestimmte Nischen zu beschränken.

Wie sicher sind meine Daten auf Kick im Vergleich zu Twitch?

Twitch, als etablierter Dienst von Amazon, verfügt über ausgereifte Sicherheitsprotokolle und Datenschutzrichtlinien. Kick ist eine neuere Plattform und muss Vertrauen in Bezug auf Datensicherheit und Datenschutz aufbauen. Während Kick angibt, hohe Standards einzuhalten, ist es für Nutzer immer ratsam, sich mit den Datenschutzbestimmungen vertraut zu machen und starke, einzigartige Passwörter zu verwenden. Unabhängig von der gewählten Plattform ist konstantes Wachstum der Schlüssel zum Erfolg. Um dieses Wachstum zu beschleunigen und die Reichweite zu maximieren, bietet streamhub.shop professionelle Dienstleistungen an, die Streamern helfen, ihre Ziele schneller zu erreichen und ihre Präsenz im hart umkämpften Streaming-Markt zu festigen.

About the author

StreamHub Editorial Team — practicing streamers and editors focused on Kick/Twitch growth, OBS setup, and monetization. Contact: Telegram.

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