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Grundlagen des Multi-Platform-Streamings

In der dynamischen Welt des Online-Entertainments und der digitalen Kommunikation suchen Content Creator ständig nach neuen Wegen, ihre Reichweite zu vergrößern und ihre Zielgruppe zu erweitern. Das traditionelle Modell, sich auf eine einzige Streaming-Plattform zu konzentrieren, stößt zunehmend an seine Grenzen. Die Antwort vieler erfolgreicher Streamer und aufstrebender Talente ist das Multi-Platform-Streaming – die Kunst, Inhalte gleichzeitig auf mehreren Plattformen wie YouTube und Twitch live zu übertragen.

Diese Strategie ist weit mehr als nur ein technisches Gimmick; sie repräsentiert einen fundamentalen Wandel in der Herangehensweise an den Aufbau einer digitalen Präsenz. Während Twitch eine etablierte Gaming-Community und ein interaktives Live-Erlebnis bietet, lockt YouTube mit einer breiteren Zuschauerbasis, überlegenen VOD-Funktionen und einem starken Fokus auf Entdeckung durch Suchmaschinen. Die Kombination beider Welten verspricht nicht nur eine Verdoppelung der potenziellen Zuschauer, sondern auch eine signifikante Steigerung der Markenbekanntheit und der Monetarisierungsmöglichkeiten. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt des gleichzeitigen Streamings ein und beleuchten die technischen, strategischen und rechtlichen Aspekte, die Creator beachten müssen, um in dieser hybriden Landschaft erfolgreich zu sein.

Grundlagen des Multi-Platform-Streamings

Multi-Platform-Streaming, oft auch als Restreaming bezeichnet, ist der Prozess, bei dem ein einzelner Live-Stream gleichzeitig an mehrere Streaming-Plattformen gesendet wird. Dies ermöglicht es Content Creatorn, ihre Inhalte einem wesentlich breiteren Publikum zugänglich zu machen, ohne den Aufwand, separate Streams für jede Plattform produzieren zu müssen.

Was ist Restreaming?

Im Kern funktioniert Restreaming, indem Ihr Streaming-Signal (Video und Audio) von Ihrer Encoder-Software (z.B. OBS Studio) an einen zentralen Dienst oder Server gesendet wird. Dieser Dienst dupliziert dann das Signal und leitet es an alle von Ihnen ausgewählten Zielplattformen weiter, sei es Twitch, YouTube Live, Facebook Gaming oder andere. Der Vorteil liegt in der Effizienz: Sie streamen nur einmal, erreichen aber ein Vielfaches an Zuschauern.

Warum Multi-Platform-Streaming betreiben? Die Vorteile auf einen Blick

  • Erhöhte Reichweite: Der offensichtlichste Vorteil ist der Zugang zu einem größeren und diversifizierteren Publikum. Zuschauer, die vielleicht nur auf YouTube aktiv sind, entdecken Ihren Content, während Sie gleichzeitig Ihre bestehende Twitch-Community pflegen.
  • Schnelleres Kanalwachstum: Eine breitere Präsenz kann zu einem schnelleren Anstieg der Follower- und Abonnentenzahlen auf beiden Plattformen führen.
  • Optimierung der Monetarisierung: Mehr Zuschauer bedeuten potenziell mehr Werbeeinnahmen, Spenden, Abonnements und Verkäufe von Merchandise. Sie nutzen die unterschiedlichen Monetarisierungsmodelle beider Plattformen optimal aus.
  • Risikostreuung: Sollte eine Plattform technische Probleme haben oder ihre Richtlinien ändern, ist Ihre Präsenz auf der anderen Plattform weiterhin gesichert. Sie sind weniger abhängig von einem einzelnen Ökosystem.
  • SEO-Vorteile auf YouTube: Live-Streams auf YouTube werden indexiert und können nach dem Ende des Streams als VODs weiterhin Zuschauer anziehen, was langfristig die Sichtbarkeit erhöht und neue Abonnenten generiert.

Herausforderungen und Überlegungen

Trotz der klaren Vorteile gibt es auch Herausforderungen, die bedacht werden sollten:

  • Technische Komplexität: Die Einrichtung und Verwaltung von Restreams kann anspruchsvoller sein als ein einzelner Stream.
  • Interaktionsmanagement: Chats von verschiedenen Plattformen zu überwachen und darauf zu reagieren, erfordert spezielle Tools oder Moderation.
  • Plattform-Richtlinien: Insbesondere Twitch hat spezifische Regeln bezüglich der Exklusivität für Partner und Affiliates, die beachtet werden müssen.
  • Bandbreitenbedarf: Obwohl ein Restreaming-Dienst die Last auf Ihren Upload reduziert, ist eine stabile und schnelle Internetverbindung unerlässlich.

Twitch vs. YouTube – Eine strategische Abwägung

Bevor man sich dem gleichzeitigen Streaming widmet, ist es entscheidend, die Stärken und Schwächen von Twitch und YouTube Live für Content Creator zu verstehen. Jede Plattform hat ihre eigene Kultur, Zielgruppe und Monetarisierungsstrategien.

Twitch: Das Herz der Live-Interaktion

Twitch ist bekannt für seine starke Gaming-Community und eine extrem interaktive Live-Erfahrung. Die Stärken liegen in der Echtzeit-Interaktion, dem Community-Aufbau durch Abonnements, Bits und Emotes sowie der intuitiven Chat-Funktionalität. Zuschauer kommen oft wegen der Persönlichkeit des Streamers und der Möglichkeit, direkt mit ihm in Kontakt zu treten. Die Entdeckung neuer Kanäle erfolgt häufig über Kategorien und Empfehlungen innerhalb der Plattform.

YouTube Live: Reichweite und Langzeitwert

YouTube Live profitiert von der riesigen globalen Nutzerbasis von YouTube und seiner überlegenen Suchmaschinenoptimierung (SEO). Live-Streams werden wie normale Videos behandelt und können auch nach dem Ende des Streams weiterhin gefunden und angesehen werden, was einen enormen Langzeitwert schafft. Die Monetarisierung erfolgt über Werbeeinblendungen, Kanalmitgliedschaften und Super Chat. YouTube ist ideal für Creator, die eine breite, diverse Zielgruppe ansprechen und Wert auf die Archivierung ihrer Inhalte legen.

Vergleichstabelle: Twitch und YouTube im Direktvergleich

Merkmal Twitch YouTube Live
Primäre Zielgruppe Gamer, Interaktionsliebhaber Breites Publikum, Tutorial- & Bildungs-Content, Vlogger
Primäres Engagement Live-Chat, Abonnements, Bits Super Chat, Kanalmitgliedschaften, Kommentare nach dem Stream
Monetarisierung Abonnements, Bits, Werbeanteile, Spenden (Drittanbieter) Werbeeinnahmen, Kanalmitgliedschaften, Super Chat, Spenden (Drittanbieter)
Inhaltsentdeckung Kategorien, Empfehlungen, Follow-Benachrichtigungen YouTube-Suche, Empfehlungen, Benachrichtigungen, SEO der VODs
VOD-Archivierung Begrenzte Dauer (60 Tage für Affiliates/Partner, 14 Tage für normale User), manueller Export nötig Automatische Speicherung als VOD, dauerhaft verfügbar, durchsuchbar
Plattform-Kultur Stark Community-getrieben, Live-Interaktion im Fokus Breiteres Spektrum, Fokus auf Content-Qualität und Langzeitwert
Exklusivitäts-Regeln Potenzielle Einschränkungen für Affiliates & Partner (24h VOD-Exklusivität) Generell keine Exklusivitäts-Vorgaben für Live-Streams

Die Entscheidung für das gleichzeitige Streaming ist oft eine, die die Stärken beider Plattformen kombiniert. Man nutzt die Live-Interaktion von Twitch und die weitreichende Sichtbarkeit sowie den Archivwert von YouTube.

Technische Umsetzung des simultanen Streamings

Die technische Realisierung des gleichzeitigen Streamings kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptansätze: die Nutzung von Drittanbieter-Diensten oder eine manuelle Konfiguration mit Ihrer Streaming-Software.

Software-Lösungen für Multi-Platform-Streaming

1. Drittanbieter-Dienste (Restreaming-Services)

Die populärste und oft einfachste Methode ist die Nutzung spezialisierter Restreaming-Dienste. Diese Plattformen fungieren als Knotenpunkte: Sie senden Ihren Stream nur einmal an diesen Dienst, und dieser verteilt ihn dann an alle Ihre verbundenen Plattformen. Dies reduziert die Belastung Ihrer eigenen Internetverbindung und Ihres Computers erheblich.

  • Restream.io: Einer der Marktführer. Bietet eine intuitive Benutzeroberfläche, Chat-Aggregation (alle Chats in einem Fenster), Analysen und die Möglichkeit, zu vielen Plattformen gleichzeitig zu streamen. Es gibt einen kostenlosen Tarif mit Basisfunktionen und kostenpflichtige Pläne für erweiterte Features.
  • StreamYard: Fokus auf browserbasiertes Streaming mit Interview-Funktionen und professionellen Overlays. Ermöglicht ebenfalls Multi-Streaming und ist besonders beliebt für Podcasts, Talkshows und Webinare.
  • Lightcast.com: Ein robuster Dienst, der sich an professionelle Broadcaster richtet. Bietet hochentwickelte Encoding-Optionen und ist für große Events und Unternehmen geeignet.
  • Streamlabs Desktop (eingebautes Restreaming): Die beliebte Streaming-Software bietet in ihren Prime-Abonnements eine integrierte Restreaming-Funktion, die den Einsatz eines separaten Dienstes überflüssig macht.

Vorteile von Drittanbieter-Diensten:

  1. Geringere Belastung des Uploads: Sie senden nur einen Stream an den Restreaming-Dienst.
  2. Einfache Einrichtung: Meist intuitive Web-Oberflächen zum Verbinden der Konten.
  3. Zusatzfunktionen: Chat-Aggregation, Analytics, Overlays, Browser-Quellen.
  4. Stabilität: Professionelle Dienste verfügen über redundante Serverinfrastruktur.
Nachteile von Drittanbieter-Diensten:
  1. Kosten: Die besten Funktionen sind oft hinter Paywalls versteckt.
  2. Abhängigkeit: Sie verlassen sich auf einen externen Dienst.

2. Manuelle Konfiguration mit OBS Studio (Advanced)

Für technisch versierte Nutzer oder solche, die die volle Kontrolle behalten möchten, bietet OBS Studio die Möglichkeit, mehrere RTMP-Ausgaben gleichzeitig zu senden. Dies erfordert jedoch mehr Bandbreite und Rechenleistung.

  1. Einrichtung von Mehrfach-Ausgaben: Im OBS Studio können Sie unter "Einstellungen" -> "Stream" Ihren primären Stream konfigurieren. Für zusätzliche Streams benötigen Sie Plugins wie "Multiple RTMP Outputs" oder müssen OBS-Instanzen duplizieren (was sehr ressourcenintensiv ist).
  2. Plugin "Multiple RTMP Outputs": Dieses Plugin erlaubt es Ihnen, mehrere RTMP-Server gleichzeitig anzusprechen, jeder mit eigenen Einstellungen (Bitrate, Encoder). Dies ist die gängigste Methode für eine manuelle OBS-Lösung.
  3. Vorsicht: Jede zusätzliche Ausgabe erfordert einen eigenen Upload-Stream. Wenn Sie beispielsweise mit 6.000 kbit/s auf Twitch und 6.000 kbit/s auf YouTube streamen möchten, benötigen Sie eine stabile Upload-Geschwindigkeit von mindestens 12.000 kbit/s plus Puffer. Dies ist oft der limitierende Faktor.

Vergleichstabelle: Restreaming-Dienste

Dienst Kostenloser Tarif Wichtigste Features Preisindikator (Monatlich)
Restream.io Ja (begrenzte Plattformen, keine VOD-Speicherung) Multi-Plattform-Streaming, Chat-Aggregation, Analytics, Browser-Quellen Ab ca. 16 USD
StreamYard Ja (mit Branding, begrenzte Stunden) Browserbasiert, Gäste, Overlays, Branding, Multi-Streaming Ab ca. 20 USD
Streamlabs Desktop Integriert in Prime-Abo Komplette Streaming-Software, Widgets, Overlays, Multi-Streaming Ab ca. 19 USD
Lightcast.com Nein Professionelles Encoding, CDN, umfassende Lösungen, API Auf Anfrage (Enterprise-Lösung)

Internet-Bandbreite und Hardware

Unabhängig von der gewählten Methode sind eine stabile Internetverbindung und ausreichende Hardware entscheidend:

  • Upload-Geschwindigkeit: Für einen hochwertigen Stream auf einer Plattform werden ca. 6-8 MBit/s Upload empfohlen. Wenn Sie manuell auf zwei Plattformen streamen, verdoppelt sich dieser Bedarf. Ein Restreaming-Dienst reduziert den benötigten Upload zu Ihrem ISP, aber die Qualität zu diesem Dienst muss weiterhin hoch sein. Mindestens 20-30 MBit/s Upload werden für gleichzeitiges Streaming über einen Drittanbieter empfohlen, um Puffer für andere Anwendungen zu haben.
  • CPU/GPU: Ihr Prozessor und Ihre Grafikkarte sind für das Encoding des Videosignals verantwortlich. x264 (CPU-Encoding) liefert oft bessere Qualität, erfordert aber eine starke CPU. NVENC (GPU-Encoding, z.B. von NVIDIA) ist effizienter und belastet die CPU weniger, was besonders beim Gaming wichtig ist. Stellen Sie sicher, dass Ihre Hardware der zusätzlichen Last gewachsen ist, wenn Sie mit hohen Bitraten oder mehreren Ausgaben arbeiten.
  • Encoding-Einstellungen: Passen Sie Bitraten und Auflösungen an die Empfehlungen der jeweiligen Plattformen an. YouTube kann höhere Bitraten verarbeiten als Twitch. Ein guter Restreaming-Dienst kann hier optimieren.

Rechtliche Aspekte und Plattform-Richtlinien

Ein oft übersehener, aber kritischer Aspekt des Multi-Platform-Streamings sind die Nutzungsbedingungen (Terms of Service, TOS) der jeweiligen Plattformen. Insbesondere Twitch hat hier spezifische Regeln, die Creator kennen müssen.

Twitch-Exklusivität und Multi-Streaming

Twitch unterscheidet zwischen drei Status für Streamer:

  1. Normaler Streamer (kein Affiliate/Partner): Als normaler Streamer ohne Affiliate- oder Partnerstatus gibt es keine Exklusivitätsvereinbarungen. Sie können live auf Twitch und jeder anderen Plattform gleichzeitig streamen.
  2. Twitch Affiliate: Affiliates unterliegen in der Regel einer 24-stündigen Exklusivitätsklausel für VODs. Das bedeutet, dass Sie Ihre Live-Streams nach dem Ende des Streams für mindestens 24 Stunden nicht auf anderen Plattformen hochladen oder live streamen dürfen. Die simultane Live-Übertragung auf Twitch und einer anderen Plattform während des Live-Streams ist für Affiliates jedoch meist erlaubt. Es ist immer ratsam, die aktuellen Twitch-Affiliate-Vertragsbedingungen zu prüfen, da sich diese ändern können.
  3. Twitch Partner: Für Partner können die Bedingungen variieren und sind oft in individuellen Verträgen festgelegt. Einige Partner haben möglicherweise strengere Exklusivitätsklauseln, die auch das simultane Live-Streaming einschränken könnten. Wenn Sie Twitch Partner sind, prüfen Sie Ihren spezifischen Vertrag oder kontaktieren Sie Ihren Twitch-Ansprechpartner, bevor Sie mit dem Multi-Streaming beginnen.

Wichtiger Hinweis: Die Richtlinien von Twitch können sich ändern. Es ist die Pflicht jedes Streamers, die aktuellen Nutzungsbedingungen und Vereinbarungen (insbesondere den Affiliate- oder Partnervertrag) regelmäßig zu überprüfen, um Compliance sicherzustellen.

YouTube-Richtlinien

YouTube ist in Bezug auf Multi-Platform-Streaming wesentlich flexibler. Die Plattform fördert in der Regel die Verbreitung von Inhalten und hat keine spezifischen Exklusivitätsklauseln, die das gleichzeitige Live-Streaming auf anderen Plattformen verbieten würden. Ihre YouTube-Live-Streams werden automatisch als VODs archiviert und bleiben dauerhaft auf Ihrem Kanal verfügbar, was einen großen Vorteil gegenüber Twitch darstellt.

Fazit zu den Richtlinien

Für die meisten aufstrebenden Creator, die noch keine Twitch-Partner sind, ist das simultane Streaming auf Twitch und YouTube in der Live-Phase unproblematisch. Die größte Vorsicht ist bei der Archivierung von VODs geboten, insbesondere wenn Sie Twitch Affiliate sind. Eine gängige Praxis ist es, den Twitch-Stream als VOD nur auf Twitch zu belassen und den YouTube-Stream als VOD für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ohne den Twitch-VOD auf YouTube hochzuladen, bevor die 24-Stunden-Frist abgelaufen ist.

Strategien für erfolgreiches Multi-Platform-Streaming

Das technische Setup ist nur die halbe Miete. Um erfolgreich auf mehreren Plattformen zu streamen, bedarf es einer durchdachten Strategie in den Bereichen Zuschauerbindung, Inhaltsanpassung und Monetarisierung.

Zuschauerbindung über Plattformen hinweg

Einer der größten Herausforderungen ist es, die Communities beider Plattformen zu integrieren und das Gefühl einer einzigen, zusammenhängenden Show zu vermitteln.

  • Chat-Aggregation: Nutzen Sie Tools wie den Restream.io Chat, der alle Nachrichten von Twitch, YouTube und anderen Plattformen in einem einzigen Fenster zusammenführt. Dies ermöglicht es Ihnen, auf Kommentare von allen Zuschauern zu reagieren und eine einheitliche Interaktion zu schaffen.
  • Spezielle Moderation: Erwägen Sie den Einsatz von Moderatoren, die speziell für die Überwachung der Chats auf den verschiedenen Plattformen zuständig sind. So können Sie sich auf Ihren Content konzentrieren.
  • Cross-Promotion: Ermutigen Sie Zuschauer auf Twitch, Ihren YouTube-Kanal zu abonnieren und umgekehrt. Verlinken Sie Ihre anderen Kanäle prominent in Ihren Stream-Overlays, Kanalbeschreibungen und Social-Media-Profilen. Machen Sie deutlich, welche Inhalte wo zu finden sind (z.B. "Full VODs auf YouTube, Live-Interaktion auf Twitch").
  • Begrüßung und Danksagung: Begrüßen Sie regelmäßig Zuschauer von beiden Plattformen und bedanken Sie sich für Support auf beiden Seiten. Dies schafft ein Gefühl der Inklusion.

Inhaltsanpassung und Markenführung

Während der Kern Ihres Contents derselbe bleibt, können subtile Anpassungen die Performance auf jeder Plattform verbessern.

  • Konsistentes Branding: Ihre Overlays, Emotes und Ihr allgemeiner Auftritt sollten auf allen Plattformen konsistent sein, um Ihre Marke zu stärken.
  • Plattformspezifische Anreize: Überlegen Sie, ob es Sinn macht, plattformspezifische Anreize zu schaffen (z.B. spezielle Emotes für Twitch-Subs, exklusive YouTube-Community-Posts). Dies kann jedoch die Fragmentierung fördern, daher mit Bedacht einsetzen.
  • Call-to-Actions: Passen Sie Ihre Call-to-Actions an die jeweilige Plattform an. Auf Twitch könnte dies ein "Follow & Subscribe" sein, auf YouTube ein "Like, Comment & Subscribe".

Monetarisierung maximieren

Multi-Platform-Streaming eröffnet mehr Wege zur Monetarisierung.

  • Werbeeinnahmen: Sie können Werbeeinnahmen von beiden Plattformen generieren.
  • Abonnements/Mitgliedschaften: Twitch-Abonnements und YouTube-Kanalmitgliedschaften funktionieren parallel.
  • Spenden: Richten Sie externe Spenden-Links ein, die plattformunabhängig funktionieren.
  • Merchandise und Sponsoring: Eine größere Gesamtreichweite macht Sie attraktiver für Sponsoren und erhöht das Potenzial für Merch-Verkäufe.
  • Gezieltes Kanalwachstum: Um die Sichtbarkeit auf beiden Plattformen effektiv zu steigern und Ihre Reichweite zu maximieren, können Sie auch professionelle Dienste in Betracht ziehen. Plattformen wie streamhub.shop bieten Unterstützung beim Aufbau Ihrer Präsenz, indem sie Ihnen helfen, gezielt neue Zuschauer und Abonnenten zu gewinnen, was letztendlich Ihre Monetarisierungsmöglichkeiten erheblich verbessert. Dies ist ein strategischer Schritt für Creator, die ihr Wachstum beschleunigen möchten.

Herausforderungen und Best Practices

Das gleichzeitige Streaming ist nicht ohne Tücken. Hier sind einige Herausforderungen und bewährte Verfahren, um diese zu meistern.

Herausforderungen

  • Aufmerksamkeits-Splitting: Es kann schwierig sein, gleichzeitig den Chat auf zwei oder mehr Plattformen zu verfolgen, das Spiel/den Content zu managen und die eigene Performance aufrechtzuerhalten.
  • Technische Komplexität: Probleme mit der Internetverbindung, der Encoding-Software oder dem Restreaming-Dienst können sich auf alle verbundenen Plattformen auswirken.
  • Fragmentierte Community: Es besteht die Gefahr, dass Ihre Community nicht zusammenwächst, sondern in separate Plattform-Siloe aufgeteilt wird.

Best Practices

  1. Beginnen Sie einfach: Starten Sie mit einem kostenlosen Restreaming-Dienst und nur zwei Plattformen (Twitch und YouTube). Testen Sie Ihr Setup ausgiebig, bevor Sie sich live wagen.
  2. Investieren Sie in gute Moderation: Wenn Sie wachsen, sind engagierte Moderatoren, die sich um die Chats kümmern, unerlässlich.
  3. Kommunizieren Sie klar: Informieren Sie Ihre Zuschauer darüber, dass Sie auf mehreren Plattformen streamen und warum. Erklären Sie, wie Sie mit den verschiedenen Chats umgehen.
  4. Nutzen Sie Analytics: Vergleichen Sie die Performance Ihrer Streams auf beiden Plattformen. Welche Plattform bringt mehr neue Zuschauer? Wo ist das Engagement höher? Nutzen Sie diese Daten, um Ihre Strategie anzupassen.
  5. Gleichbleibende Qualität: Stellen Sie sicher, dass Ihre Audio- und Videoqualität auf allen Plattformen konsistent hoch ist. Ein schlechter Stream auf einer Plattform kann sich negativ auf Ihr gesamtes Image auswirken.
  6. Seien Sie geduldig: Kanalwachstum braucht Zeit. Multi-Platform-Streaming kann den Prozess beschleunigen, ist aber kein magisches Heilmittel. Kontinuierliche Anstrengung und qualitativ hochwertige Inhalte sind der Schlüssel. Für eine Beschleunigung des Kanalwachstums und eine Steigerung der Reichweite auf allen Plattformen, können Sie auch professionelle Unterstützung in Betracht ziehen. Dienste wie streamhub.shop bieten gezielte Lösungen, um Ihre Kanäle zu bewerben und Ihre Community zu erweitern, was Ihnen hilft, schneller Ihre Ziele zu erreichen und Ihre Präsenz im Streaming-Bereich zu festigen.

Fazit

Multi-Platform-Streaming auf YouTube und Twitch gleichzeitig ist eine mächtige Strategie für Content Creator, die ihre Reichweite maximieren, ihr Kanalwachstum beschleunigen und ihre Monetarisierungsmöglichkeiten erweitern möchten. Es ermöglicht Ihnen, das Beste aus beiden Welten zu vereinen: die interaktive Community von Twitch und die weitreichende Sichtbarkeit sowie den Langzeitwert von YouTube.

Während die technischen Herausforderungen und die Notwendigkeit, Plattform-Richtlinien zu beachten, nicht unterschätzt werden sollten, überwiegen für viele die Vorteile. Mit der richtigen technischen Einrichtung, einer klaren Strategie für die Zuschauerbindung und einem Fokus auf hochwertigen Content können Sie eine größere und diversifiziertere Zielgruppe erreichen und Ihre Marke im Streaming-Universum fest etablieren. Die Zukunft des Streamings ist multi-dimensional, und das Annehmen dieser Realität ist der nächste logische Schritt für jeden ambitionierten Creator.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich gleichzeitig auf Twitch und YouTube streamen?

Ja, in den meisten Fällen ist dies möglich. Wenn Sie kein Twitch Partner mit einer speziellen Exklusivitätsvereinbarung sind, können Sie als normaler Streamer oder Twitch Affiliate gleichzeitig live auf Twitch und YouTube streamen. Achten Sie jedoch auf die 24-Stunden-Exklusivitätsklausel für VODs, falls Sie Twitch Affiliate sind. YouTube hat in dieser Hinsicht keine Einschränkungen.

Welche Tools benötige ich dafür?

Sie benötigen in der Regel eine Streaming-Software wie OBS Studio und einen Restreaming-Dienst wie Restream.io, StreamYard oder die eingebaute Funktion von Streamlabs Desktop. Der Restreaming-Dienst übernimmt die Verteilung Ihres Streams an mehrere Plattformen, während Ihre Streaming-Software das Videosignal encodiert und an den Dienst sendet. Eine stabile und schnelle Internetverbindung mit ausreichend Upload-Bandbreite ist ebenfalls unerlässlich.

Beeinflusst Multi-Platform-Streaming meine Monetarisierung?

Im Gegenteil, Multi-Platform-Streaming kann Ihre Monetarisierung erheblich verbessern. Sie können Einnahmen aus Werbeanzeigen, Abonnements/Kanalmitgliedschaften und Spenden von beiden Plattformen generieren. Eine größere Gesamtreichweite macht Sie auch für Sponsoren attraktiver und kann den Verkauf von Merchandise steigern. Es ist eine Strategie, die darauf abzielt, Ihre Einnahmequellen zu diversifizieren und zu maximieren.

Wie gehe ich mit dem Chat um, wenn ich auf mehreren Plattformen live bin?

Die effektivste Methode ist die Verwendung eines Chat-Aggregators, der die Nachrichten von allen verbundenen Plattformen in einem einzigen Fenster anzeigt. Dienste wie Restream.io bieten eine solche Funktion. Alternativ können Sie dedizierte Moderatoren einsetzen, die jeweils einen Chat auf einer Plattform überwachen. Wichtig ist, dass Sie versuchen, auf möglichst viele Zuschaueranfragen einzugehen, um eine inklusive Community zu fördern.

Ist Multi-Platform-Streaming für Anfänger geeignet?

Multi-Platform-Streaming kann für Anfänger etwas komplex sein, da es mehr technisches Setup und Management erfordert als das Streamen auf einer einzelnen Plattform. Es ist oft ratsam, zuerst auf einer Plattform Fuß zu fassen, die Grundlagen des Streamings zu meistern und eine kleine Community aufzubauen. Sobald Sie sich mit den technischen Aspekten und der Content-Produktion sicher fühlen, können Sie schrittweise zum Multi-Platform-Streaming übergehen, idealerweise beginnend mit einem benutzerfreundlichen Restreaming-Dienst.

About the author

StreamHub Editorial Team — practicing streamers and editors focused on Kick/Twitch growth, OBS setup, and monetization. Contact: Telegram.

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