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Grundlagen von Streamer-Sponsorships: Was Marken suchen

In der dynamischen Welt des Livestreamings ist die Monetarisierung ein entscheidender Faktor, der den Übergang vom Hobby zur professionellen Karriere markiert. Während Abonnements, Spenden und Bit-Cheering wichtige Säulen der Einnahmen sind, bieten Streamer-Sponsorships und Markenkooperationen ein enormes Potenzial, um die finanzielle Basis zu stärken und langfristige Stabilität zu schaffen. Für viele Content Creator ist der Traum, von ihrer Leidenschaft leben zu können, eng mit der Fähigkeit verbunden, strategische Partnerschaften mit relevanten Marken einzugehen. Doch wie navigiert man durch das komplexe Terrain des Influencer Marketings, um die richtigen Partner zu finden und erfolgreiche Deals zu sichern?

Dieser ausführliche Leitfaden von StreamHub World beleuchtet alle Facetten von Streamer-Sponsorships. Von der Vorbereitung Ihres Kanals über die Identifizierung potenzieller Marken bis hin zur Verhandlung und erfolgreichen Durchführung von Kampagnen – wir liefern Ihnen das nötige Wissen und die praktischen Werkzeuge, um Ihre Chancen auf lukrative Brand Deals signifikant zu erhöhen. Ziel ist es, Ihnen einen klaren Fahrplan an die Hand zu geben, damit Sie Ihr Streaming-Geschäft auf die nächste Stufe heben können.

Grundlagen von Streamer-Sponsorships: Was Marken suchen

Ein Streamer-Sponsorship ist eine Form der Zusammenarbeit zwischen einem Content Creator und einer Marke, bei der der Streamer im Gegenzug für eine Vergütung (Geld, Produkte, Dienstleistungen) die Produkte oder Dienstleistungen der Marke bewirbt. Diese Partnerschaften sind für Marken äußerst attraktiv, da sie eine authentische und zielgruppennahe Ansprache ermöglichen, die über traditionelle Werbung hinausgeht.

Warum sind Marken an Streamern interessiert?

  • Zielgruppenbindung und Authentizität: Streamer haben oft eine sehr engagierte und loyale Community. Empfehlungen von vertrauten Persönlichkeiten werden als glaubwürdiger wahrgenommen.
  • Nischen-Targeting: Viele Streamer bedienen spezifische Nischen (z.B. bestimmte Spiele, Kategorien wie Kochen, Kunst, Tech). Marken können so ihre Produkte direkt an eine hochrelevante Zielgruppe vermarkten.
  • Direkte Interaktion: Live-Streams ermöglichen eine Echtzeit-Interaktion, bei der Fragen zu Produkten sofort beantwortet werden können, was das Vertrauen stärkt.
  • Messbare Ergebnisse: Über spezielle Links (Affiliate), Rabattcodes oder Analysetools können Marken den Erfolg einer Kampagne oft sehr genau nachverfolgen.
  • Content-Vielfalt: Streamer können auf kreative Weise Produkte in ihren Content integrieren, sei es durch dedizierte Streams, Produktplatzierungen oder unboxing-Videos.

Arten von Streamer-Sponsorships

Die Formen der Zusammenarbeit sind vielfältig und reichen von einmaligen Aktionen bis zu langfristigen Partnerschaften:

  1. Produktplatzierung: Das Produkt wird sichtbar im Stream platziert oder kurz erwähnt, oft ohne dedizierte Präsentation.
  2. Dedizierte Streams/Videos: Ein gesamter Stream oder ein Video ist dem Produkt oder der Dienstleistung gewidmet, oft mit ausführlichen Reviews, Tutorials oder Gameplay.
  3. Affiliate-Marketing: Der Streamer erhält eine Provision für jeden Verkauf oder Lead, der über einen speziellen Link oder Code generiert wird. Dies ist eine performanzbasierte Vergütung.
  4. Brand Ambassador Programme: Langfristige Partnerschaften, bei denen der Streamer über einen längeren Zeitraum exklusiv für eine Marke wirbt und deren Werte repräsentiert.
  5. Gesponserte Giveaways: Die Marke stellt Produkte für Verlosungen an die Community zur Verfügung, was die Aufmerksamkeit erhöht und gleichzeitig Reichweite für die Marke generiert.
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Die Vorbereitung ist der Schlüssel: Ihr Streamer-Profil für Marken

Bevor Sie sich auf die Suche nach Marken begeben, ist es unerlässlich, Ihren eigenen Kanal auf Vordermann zu bringen und sich professionell zu präsentieren. Marken suchen nach Zuverlässigkeit, Professionalität und Relevanz. Ihr Ziel ist es, potenziellen Partnern auf einen Blick zu zeigen, welchen Wert Sie ihnen bieten können.

Kennen Sie Ihre Zahlen: Das Media Kit

Ein professionelles Media Kit ist Ihr Aushängeschild. Es ist ein Dokument, das alle relevanten Informationen über Ihren Kanal und Ihre Zielgruppe zusammenfasst. Marken möchten wissen, wen sie erreichen und welchen Impact sie erwarten können.

  • Reichweite: Durchschnittliche Zuschauerzahl (ACV), maximale Zuschauerzahl (Peak Viewers), Follower-Zahl auf Twitch/YouTube/Social Media.
  • Engagement: Chat-Aktivität, Klickraten auf Links, Interaktionsrate auf Social Media.
  • Demografie Ihrer Zuschauer: Alter, Geschlecht, geografische Verteilung. Diese Daten sind Gold wert für Marken, die eine spezifische Zielgruppe ansprechen möchten.
  • Watch Time: Gesamte Sehdauer und durchschnittliche Sehdauer pro Zuschauer.
  • Content-Schwerpunkt: Eine klare Definition Ihrer Inhalte und Nische.
  • Bisherige Erfolge/Kooperationen: Zeigen Sie Referenzen, wenn Sie bereits Erfahrungen gesammelt haben.

Identifizieren Sie Ihre Nische und Zielgruppe

Authentizität ist der Schlüssel. Kooperieren Sie nur mit Marken, die wirklich zu Ihnen und Ihrer Community passen. Eine Marke, die thematisch oder moralisch nicht zu Ihrem Content passt, kann Ihrer Glaubwürdigkeit schaden. Definieren Sie klar, wer Ihre Zuschauer sind, was sie interessiert und welche Markenresonanz Sie erwarten. Dies hilft nicht nur bei der Auswahl passender Partner, sondern auch bei der Formulierung Ihres Pitches.

Optimieren Sie Ihre Kanäle

Ihr Auftritt sollte auf allen Plattformen konsistent und professionell sein:

  • Professionelles Branding: Einheitliche Overlays, Panels, Profilbilder, Banner auf Twitch, YouTube und Social Media.
  • Klare Kontaktmöglichkeiten: E-Mail-Adresse für Geschäftsanfragen sollte leicht auffindbar sein.
  • Regelmäßiger Upload/Stream-Plan: Zeigt Zuverlässigkeit und Engagement.
  • Hochwertiger Content: Gute Audio- und Videoqualität, ansprechende Inhalte.

Rechtliche Aspekte verstehen

Gerade in Deutschland sind die Kennzeichnungspflicht von Werbung und weitere rechtliche Vorgaben für Influencer von großer Bedeutung. Informieren Sie sich über:

  • Impressumspflicht: Jeder kommerzielle Kanal benötigt ein leicht auffindbares Impressum.
  • Datenschutzerklärung: Pflicht bei der Erhebung personenbezogener Daten.
  • Werbekennzeichnung: Gesponserte Inhalte müssen klar als Werbung gekennzeichnet werden (z.B. durch "Werbung", "Anzeige", "Gesponsert von"). Das Nichtbeachten kann zu hohen Bußgeldern führen.

Die Suche nach potenziellen Partnern

Sobald Ihr Kanal bereit ist, geht es an die aktive Suche nach passenden Marken. Hier gibt es verschiedene Wege, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben.

Passende Marken identifizieren

Beginnen Sie mit einer Brainstorming-Session:

  • Produkte, die Sie selbst nutzen und lieben: Die authentischste Form der Empfehlung.
  • Marken, die zu Ihrer Nische passen: Wenn Sie ein Gaming-Streamer sind, denken Sie an Hardware-Hersteller, Gaming-Peripherie, Energy-Drinks, Game-Publisher. Lifestyle-Streamer könnten an Mode, Beauty, Food-Brands denken.
  • Konkurrenzanalyse: Welche Marken sponsern ähnliche Streamer in Ihrer Nische? Das kann ein guter Indikator für potenzielle Partner sein.
  • Lokale Unternehmen: Unterschätzen Sie nicht das Potenzial von lokalen Geschäften oder Dienstleistern, besonders wenn Sie eine starke regionale Bindung haben.

Direkte Kontaktaufnahme

Dies erfordert Initiative und eine professionelle Herangehensweise. Finden Sie die Marketing- oder PR-Abteilungen der Unternehmen, die Sie ansprechen möchten. Oft gibt es auf deren Websites spezielle Kontaktformulare oder E-Mail-Adressen für Kooperationsanfragen. Ihr erster Kontakt sollte:

  • Kurz und prägnant sein: Stellen Sie sich und Ihren Kanal vor.
  • Den Mehrwert hervorheben: Warum ist eine Zusammenarbeit für die Marke interessant? Welche Ihrer Statistiken oder Zielgruppenmerkmale sind besonders relevant?
  • Einige kreative Ideen liefern: Schlagen Sie vor, wie Sie das Produkt in Ihren Stream integrieren könnten.
  • Ihr Media Kit anbieten: Erwähnen Sie, dass Sie auf Anfrage gerne weitere Details (Ihr Media Kit) senden.

Sponsorship-Plattformen und Agenturen

Für Streamer, die den direkten Kontakt scheuen oder ihre Chancen maximieren möchten, bieten sich Plattformen und Agenturen an. Diese fungieren als Vermittler zwischen Streamern und Marken.

  • Influencer-Marketing-Plattformen: Hier können Sie sich registrieren, Ihr Profil einstellen und auf Kampagnenangebote von Marken warten oder sich aktiv bewerben. Beispiele im DACH-Raum sind unter anderem Reachbird, IROIN oder auch internationale Plattformen wie StreamElements (bietet Sponsorship-Möglichkeiten) oder Lurkit.
  • Influencer-Marketing-Agenturen: Diese Agenturen repräsentieren Sie als Streamer, übernehmen die Akquise, Verhandlung und administrative Abwicklung von Deals. Sie sind oft für größere Streamer interessant, können aber auch für aufstrebende Talente eine Hilfe sein.

Um Ihre Attraktivität für Marken weiter zu steigern und Ihre Reichweite auf professionelle Weise auszubauen, können Dienste wie streamhub.shop eine wertvolle Ergänzung sein. Sie helfen Ihnen, Ihre Statistiken zu verbessern und ein solides Fundament für anspruchsvollere Markenpartnerschaften zu legen.

Tabelle 1: Vergleich von Akquisitionswegen für Sponsorships

Merkmal Direkte Kontaktaufnahme Plattformen/Agenturen
Aufwand (Streamer) Hoch (Recherche, Pitch-Erstellung, Follow-up) Mittel (Profilpflege, Bewerbungen)
Kontrolle über Partnerwahl Sehr hoch (Sie wählen gezielt Marken) Mittel (Angebote kommen von Marken, die Sie ansprechen)
Potenzielle Vergütung Potenziell höher (keine Vermittlungsgebühren) Variabel (Agenturen nehmen Provision, Plattformen können Gebühren erheben)
Zugang zu Marken Eingeschränkt (nur öffentlich zugängliche Kontakte) Breiter (Zugang zu vielen Brands, die mit Plattformen/Agenturen arbeiten)
Verhandlungsunterstützung Keine (alles selbst) Oft vorhanden (Agenturen verhandeln für Sie)
Anfängerfreundlichkeit Mittel (erfordert professionelles Vorgehen) Hoch (geringere Hürden, da Plattformen den Prozess vereinfachen)

Das perfekte Pitch-Deck erstellen

Ein Pitch-Deck (oder Media Kit) ist Ihre Visitenkarte und sollte so überzeugend sein, dass es die Marke von einer Zusammenarbeit überzeugt. Es ist entscheidend, den Wert Ihrer Community und Ihres Contents präzise darzustellen.

Was gehört in ein überzeugendes Pitch-Deck?

  1. Ansprechende Einleitung: Wer sind Sie? Was macht Ihren Kanal besonders? Eine kurze, prägnante Zusammenfassung Ihrer Marke.
  2. Kanaldaten und Statistiken:
    • Durchschnittliche Zuschauerzahl, Spitzenzuschauer.
    • Follower-Zahl auf Twitch/YouTube und anderen sozialen Medien.
    • Demografische Daten (Alter, Geschlecht, Geografie) Ihrer Zuschauer.
    • Engagement-Raten (Chat-Aktivität, Social Media Interaktion).
    • Link zu Ihrem Twitch/YouTube-Kanal und relevanten Social Media Profilen.
  3. Zielgruppenbeschreibung: Wer ist Ihre Community? Was sind ihre Interessen und Kaufgewohnheiten? Verbinden Sie dies mit dem Produkt der Marke.
  4. Content-Beispiele: Screenshots oder Links zu früheren Streams/Videos, die Ihre Qualität und Kreativität demonstrieren. Wenn möglich, auch Beispiele früherer Kooperationen.
  5. Sponsorship-Ideen und Pakete: Schlagen Sie konkrete Ideen vor, wie das Produkt der Marke in Ihren Content integriert werden könnte (z.B. "Ein dedizierter Stream zum Produkt X", "Produktplatzierung im Hintergrund mit Shoutout", "Unboxing-Video"). Bieten Sie verschiedene Pakete an, um Flexibilität zu signalisieren (z.B. "Bronze", "Silber", "Gold" mit unterschiedlichem Leistungsumfang).
  6. Ihre Preise/Vergütungsvorstellungen: Seien Sie transparent, aber auch flexibel. Nennen Sie entweder konkrete Preise für Ihre Pakete oder geben Sie einen Bereich an, in dem sich Ihre Preise bewegen.
  7. Call to Action: Was soll die Marke als Nächstes tun? (z.B. "Gerne bespreche ich Ihre individuellen Bedürfnisse in einem persönlichen Gespräch.")
  8. Kontaktdaten: Ihre E-Mail-Adresse und eventuell eine Telefonnummer.

Tipps für eine überzeugende Präsentation

  • Professionelles Design: Ein ansprechendes Layout macht einen guten ersten Eindruck. Nutzen Sie Tools wie Canva oder PowerPoint.
  • Fokus auf den Mehrwert der Marke: Zeigen Sie, wie Ihre Reichweite und Community der Marke nutzen kann.
  • Prägnanz: Marken haben wenig Zeit. Fassen Sie sich kurz und kommen Sie auf den Punkt.
  • Individualisierung: Passen Sie das Pitch-Deck immer an die jeweilige Marke an. Zeigen Sie, dass Sie sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben.

Verhandlung und Vertragsabschluss

Herzlichen Glückwunsch! Eine Marke hat Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. Nun beginnt die Phase der Verhandlung und des Vertragsabschlusses.

Fairer Wert für Ihre Leistung

Die Preisgestaltung ist oft eine Herausforderung. Es gibt keine festen Regeln, aber einige Faktoren spielen eine Rolle:

  • Ihre Reichweite und Engagement: Höhere Zuschauerzahlen und Interaktionsraten rechtfertigen höhere Preise.
  • Nische und Zielgruppe: Eine sehr spezifische und schwer erreichbare Zielgruppe kann einen höheren Wert haben.
  • Art und Umfang der Leistung: Ein dedizierter Stream ist wertvoller als eine einfache Produktplatzierung.
  • Dauer der Kampagne: Langfristige Partnerschaften können andere Konditionen haben als einmalige Aktionen.
  • Branchendurchschnitt: Informieren Sie sich über übliche Preise in Ihrer Nische, beispielsweise über Influencer-Marketing-Studien.

Ein professionell geführter Kanal, der durch strategische Maßnahmen zur Reichweitensteigerung – wie sie beispielsweise auf streamhub.shop angeboten werden – unterstützt wird, kann bei Verhandlungen deutlich höhere Werte erzielen, da Sie fundierte Argumente für Ihre Attraktivität liefern können.

Tabelle 2: Schlüsselmetriken für Streamer-Sponsorships und deren Bedeutung

Metrik Definition Bedeutung für Marken Einfluss auf Vergütung
ACV (Avg. Concurrent Viewers) Durchschnittliche gleichzeitige Zuschauer über einen Zeitraum. Direkter Indikator für Reichweite und Live-Publikum. Hoher ACV = Höhere Vergütung.
Engagement Rate Anteil der Zuschauer, die aktiv im Chat interagieren oder soziale Medien nutzen. Zeigt die Bindung der Community und die Wahrscheinlichkeit von Interaktion mit der Marke. Hohe Rate = Höhere Vergütung, da qualitative Reichweite.
Demografie der Zuschauer Alter, Geschlecht, Geografie der Zuschauer. Ermöglicht der Marke, ihre spezifische Zielgruppe zu erreichen. Passende Demografie = Höherer Wert für die Marke, potenziell höhere Vergütung.
CPM (Cost Per Mille) Kosten pro tausend Impressionen/Einblendungen. Standardmaß in der Werbung zur Bewertung der Effizienz der Reichweite. Niedriger CPM für Marke = Gutes Angebot, kann aber je nach Nische variieren.
Conversion Rate Anteil der Klicks/Käufe über einen Link/Code im Verhältnis zur Gesamt-Reichweite. Direkter Indikator für den Verkaufserfolg der Kampagne. Hohe Rate = Potenzial für performanzbasierte Boni oder langfristige Deals.

Wichtige Vertragspunkte

Ein schriftlicher Vertrag ist unerlässlich, um Missverständnisse zu vermeiden und beide Seiten abzusichern. Achten Sie auf:

  • Leistungsumfang: Genaue Beschreibung dessen, was Sie liefern (Anzahl der Streams, Dauer, Integration, Social Media Posts).
  • Vergütung: Höhe, Zahlungsmodalitäten, Fristen.
  • Laufzeit: Beginn und Ende der Kooperation.
  • Exklusivität: Dürfen Sie während der Laufzeit mit Konkurrenzmarken zusammenarbeiten? Seien Sie vorsichtig mit zu weitreichenden Exklusivitätsklauseln.
  • Nutzungsrechte: Darf die Marke Ihren Content oder Ausschnitte daraus für eigene Marketingzwecke nutzen? Wenn ja, in welchem Umfang und für welche Dauer?
  • Kennzeichnungspflicht: Im Vertrag sollte klar festgehalten sein, wie die Werbung korrekt gekennzeichnet wird.
  • Kündigungsfristen und -gründe: Was passiert, wenn eine Seite den Vertrag vorzeitig beenden möchte?

Die Rolle von Agenturen

Wenn Sie über eine Agentur arbeiten, übernimmt diese in der Regel die Vertragsverhandlungen und -abwicklung. Sie prüfen die Verträge auf Fallstricke und sorgen dafür, dass Ihre Interessen gewahrt bleiben. Im Gegenzug nehmen sie einen Prozentsatz Ihrer Einnahmen.

Die erfolgreiche Durchführung einer Sponsorship-Kampagne

Ein unterschriebener Vertrag ist nur der Anfang. Die tatsächliche Durchführung der Kampagne ist entscheidend für den Erfolg und für die Möglichkeit weiterer Kooperationen.

Authentizität bewahren

Ihre Community vertraut Ihnen. Bleiben Sie sich selbst treu und integrieren Sie das Produkt organisch in Ihren Content. Eine erzwungene oder unglaubwürdige Produktplatzierung kann Ihre Glaubwürdigkeit nachhaltig beschädigen.

Transparenz und Kennzeichnung

Erinnern Sie sich an die rechtlichen Aspekte? Die korrekte Kennzeichnung von Werbung ist nicht verhandelbar. Nutzen Sie die von der Marke gewünschten Formulierungen (z.B. "#Werbung", "Anzeige", "Gesponsert von X") und platzieren Sie diese deutlich sichtbar im Stream, in der Beschreibung oder als wiederkehrende Einblendung.

Reporting und Nachbereitung

Nach Abschluss der Kampagne ist es wichtig, der Marke einen Bericht über die erbrachten Leistungen zu liefern. Dazu gehören:

  • Statistiken zur Kampagne: Impressionen, Klickraten auf Links, genutzte Rabattcodes, Reichweite der Social Media Posts.
  • Screenshots/Video-Highlights: Beweis für die Durchführung der vereinbarten Leistungen.
  • Zusammenfassung der Community-Resonanz: Positive Kommentare oder Feedback.

Ein professioneller Abschlussbericht zeigt, dass Sie ein verlässlicher Partner sind und erhöht die Chancen auf zukünftige Kooperationen.

Häufige Fallstricke und wie man sie vermeidet

  • Nicht passende Marken: Eine Zusammenarbeit mit einer Marke, die nicht zu Ihrem Content oder Ihrer Community passt, wirkt unglaubwürdig und kann negative Reaktionen hervorrufen. Sagen Sie im Zweifel "Nein".
  • Unrealistische Erwartungen: Sowohl auf Ihrer Seite (zu hohe Preise) als auch auf Markenseite (zu hohe Verkaufszahlen bei kleiner Reichweite). Klare Kommunikation und realistische Einschätzung helfen, Enttäuschungen zu vermeiden.
  • Mangelnde Professionalität: Unpünktlichkeit, schlechte Kommunikation, nicht eingehaltene Absprachen – all das kann eine Kooperation schnell beenden und Ihren Ruf schädigen.
  • Vernachlässigung der Kennzeichnungspflicht: Nicht gekennzeichnete Werbung ist nicht nur illegal, sondern wird auch von Ihrer Community kritisch beäugt.
  • Überverkauf: Zu viele Sponsorships können Ihre Glaubwürdigkeit untergraben. Wählen Sie Ihre Partner sorgfältig aus und dosieren Sie die Anzahl der Werbeintegrationen.

Langfristige Beziehungen aufbauen

Das ultimative Ziel vieler Streamer ist es, langfristige Partnerschaften zu etablieren. Wenn Sie eine Kampagne erfolgreich durchgeführt haben, bleiben Sie mit der Marke in Kontakt. Ein Follow-up-E-Mail nach ein paar Wochen, in dem Sie sich für die Zusammenarbeit bedanken und Ihr Interesse an zukünftigen Projekten bekunden, kann Wunder wirken. Ein zufriedener Partner ist der beste Wegweiser zu weiteren Deals, eventuell sogar zu einem Brand Ambassador Programm, bei dem Sie zum festen Gesicht der Marke werden.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Streamer-Sponsorships

Ab welcher Größe kann man mit Sponsorships rechnen?

Es gibt keine feste Zuschauer- oder Follower-Zahl, ab der Sponsorships garantiert sind. Auch Micro-Influencer mit wenigen hundert engagierten Zuschauern können für Nischenmarken attraktiv sein, da ihre Community oft sehr loyal und spezifisch ist. Wichtiger als die absolute Größe ist die Engagement Rate und die Passung zur Marke. Konzentrieren Sie sich darauf, eine aktive und treue Community aufzubauen.

Wie finde ich die richtigen Marken für meinen Kanal?

Beginnen Sie bei sich selbst: Welche Produkte nutzen Sie gerne? Welche Marken passen zu Ihrem Content und Ihren Werten? Recherchieren Sie, welche Marken ähnliche Streamer sponsern oder in Ihrer Nische aktiv sind. Schauen Sie sich auf den Websites potenzieller Partner nach PR- oder Marketingkontakten um. Auch spezielle Influencer-Marketing-Plattformen können Ihnen dabei helfen.

Was mache ich, wenn eine Marke mich kontaktiert, die nicht zu mir passt?

Seien Sie höflich, aber bestimmt. Erklären Sie, dass Sie eine hohe Wertschätzung für Ihre Community haben und nur mit Marken zusammenarbeiten, die authentisch zu Ihnen und Ihren Inhalten passen. Ein "Nein" zu einem unpassenden Deal bewahrt Ihre Glaubwürdigkeit und lässt Raum für die richtigen Partnerschaften. Es ist besser, auf den richtigen Partner zu warten, als einen Deal zu machen, der Ihnen schadet.

Muss ich Werbung immer kennzeichnen?

Ja, in Deutschland ist die Kennzeichnungspflicht von Werbung gesetzlich vorgeschrieben. Jeder Inhalt, für den Sie eine Gegenleistung (Geld, Produkte, Dienstleistungen) erhalten, muss klar und deutlich als Werbung gekennzeichnet werden (z.B. mit "Werbung", "Anzeige", "Gesponsert von"). Dies gilt auch für Affiliate-Links. Bei Nichtbeachtung drohen Abmahnungen und Bußgelder. Transparenz ist hier das A und O.

Wie kalkuliere ich den Wert meiner Leistung und was sollte ich verlangen?

Die Preisgestaltung ist komplex und hängt von vielen Faktoren ab: Ihre Reichweite (ACV, Follower), Engagement-Rate, Nische, die Art der Leistung (Dauer des Streams, Anzahl der Posts) und die Exklusivität. Recherchieren Sie Branchenstandards. Eine gängige Methode ist der CPM (Cost Per Mille – Kosten pro tausend Impressionen), der aber für Streamer oft durch eine Pauschale pro Stream oder pro Stunde ersetzt wird. Seien Sie selbstbewusst, aber auch realistisch. Beginnen Sie mit einem Angebot, das Ihren Wert widerspiegelt, und seien Sie bereit zu verhandeln. Denken Sie daran, den Wert Ihrer engagierten Community hervorzuheben.

Fazit: Vom Hobby zum nachhaltigen Business

Streamer-Sponsorships sind ein Eckpfeiler für die Professionalisierung und Monetarisierung Ihrer Tätigkeit als Content Creator. Sie erfordern jedoch mehr als nur hohe Zuschauerzahlen. Eine strategische Herangehensweise, sorgfältige Vorbereitung, ein professionelles Auftreten und die Fähigkeit, authentische Verbindungen zu Marken und Ihrer Community aufzubauen, sind entscheidend.

Indem Sie die hier beschriebenen Schritte befolgen – von der Optimierung Ihres Kanals und der Erstellung eines überzeugenden Media Kits über die gezielte Suche nach Partnern bis hin zur professionellen Durchführung und Nachbereitung – legen Sie den Grundstein für erfolgreiche und langfristige Markenpartnerschaften. Erinnern Sie sich stets daran: Ihre Authentizität und die Loyalität Ihrer Community sind Ihr größtes Kapital. Pflegen Sie beides, und der Weg zu einem nachhaltigen Streaming-Business wird Ihnen offenstehen.

About the author

StreamHub Editorial Team — practicing streamers and editors focused on Kick/Twitch growth, OBS setup, and monetization. Contact: Telegram.

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