In der dynamischen Welt des Livestreamings ist die Qualität der Inhalte der entscheidende Faktor für den Erfolg. Während moderne Gaming-PCs und Konsolen beeindruckende Grafiken liefern, ist die Übertragung dieser visuellen Pracht in Echtzeit an ein Online-Publikum eine ganz andere Herausforderung. Besonders für ambitionierte Konsolen-Streamer oder Nutzer komplexer Dual-PC-Setups stellt sich oft die Frage nach dem besten Weg, hochauflösende und flüssige Bilder ohne Performance-Einbußen zu übertragen. Hier kommen Capture Cards ins Spiel – spezialisierte Hardware, die als unverzichtbare Schnittstelle zwischen Ihrer Spielequelle und Ihrem Streaming-PC fungiert.
Eine Capture Card ist weit mehr als nur ein Adapter; sie ist das Herzstück einer professionellen Streaming-Infrastruktur. Sie entlastet Ihren Gaming-PC oder Ihre Konsole von der rechenintensiven Aufgabe der Videokodierung, ermöglicht eine höhere Bitrate und damit eine überragende Bildqualität für Ihre Zuschauer. Dieser Artikel von StreamHub World taucht tief in die Welt der Capture Cards ein, beleuchtet deren Funktion, vergleicht die besten Modelle auf dem Markt und gibt Ihnen eine detaillierte Anleitung, wie Sie Ihr Setup optimieren können, um ein Streaming-Erlebnis der Spitzenklasse zu liefern.
Warum eine Dedizierte Capture Card für Ihr Streaming-Setup?
Viele moderne Spielekonsolen wie die PlayStation 5 oder Xbox Series X/S bieten integrierte Streaming-Funktionen. Auch Gaming-PCs können über Software wie OBS Studio direkt streamen. Warum also der zusätzliche Aufwand und die Investition in eine separate Capture Card? Die Antwort liegt in der Qualität, Performance und Flexibilität.
- Entlastung der Gaming-Hardware: Wenn Ihr Gaming-PC oder Ihre Konsole das Spiel rendern und gleichzeitig den Videostream kodieren muss, kann dies zu Leistungseinbußen führen. Das Ergebnis sind niedrigere Bildraten im Spiel oder eine schlechtere Qualität des Streams. Eine Capture Card übernimmt die Kodierungsaufgabe, sodass Ihre Gaming-Hardware sich voll auf das Spiel konzentrieren kann.
- Höhere Streaming-Qualität: Capture Cards ermöglichen oft höhere Bitraten und unterstützen fortgeschrittenere Kodierungsformate als integrierte Lösungen. Dies führt zu schärferen Bildern, flüssigeren Bewegungen und weniger Artefakten im Stream.
- Professionelle Dual-PC-Setups: Für Streamer, die das Maximum an Qualität und Zuverlässigkeit wünschen, ist ein Dual-PC-Setup Standard. Ein Gaming-PC kümmert sich um das Spiel, während ein separater Streaming-PC über die Capture Card den Stream verarbeitet. Dies eliminiert jegliche Performance-Kompression für den Gamer und ermöglicht dedizierte Ressourcen für den Stream.
- Konsolen-Streaming der Spitzenklasse: Konsolen bieten zwar interne Streaming-Optionen, diese sind jedoch oft in Bezug auf Qualität, Anpassungsmöglichkeiten und Plattformwahl stark begrenzt. Eine Capture Card öffnet die Tür zu professionellen Streaming-Plattformen und erlaubt volle Kontrolle über Ihren Stream.
Externe vs. Interne Capture Cards: Der Große Vergleich
Bei der Wahl einer Capture Card stehen Sie vor der grundlegenden Entscheidung zwischen einem externen und einem internen Modell. Beide Typen haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die je nach Ihrem Setup und Ihren Anforderungen relevant sind.
Interne Capture Cards (PCIe)
Interne Capture Cards werden als PCIe-Karte direkt in einen freien PCIe-Slot Ihres Streaming-PCs eingebaut. Sie sind die bevorzugte Wahl für dedizierte Dual-PC-Setups und bieten in der Regel die höchste Performance.
- Vorteile:
- Geringere Latenz: Durch die direkte Anbindung an das PCIe-Interface des Mainboards bieten interne Karten oft die niedrigste Signalverzögerung.
- Höhere Bandbreite: PCIe bietet eine enorme Bandbreite, die eine verlustfreie Übertragung von hochauflösenden und hochfrequenten Signalen ermöglicht.
- Sauberes Setup: Keine zusätzlichen externen Geräte oder Kabel auf dem Schreibtisch.
- Stabile Verbindung: Weniger anfällig für Verbindungsabbrüche oder USB-Bandbreitenprobleme.
- Nachteile:
- Installation: Erfordert das Öffnen des PCs und die Installation der Karte, was für unerfahrene Nutzer eine Hürde darstellen kann.
- Nur für Desktop-PCs: Nicht kompatibel mit Laptops oder Mini-PCs.
- Nicht portabel: Einmal eingebaut, ist die Karte nicht einfach zwischen Systemen wechselbar.
- Benötigt freien PCIe-Slot: Nicht jeder PC hat einen freien Slot, insbesondere in älteren oder kompakteren Systemen.
Externe Capture Cards (USB)
Externe Capture Cards werden über USB (meist USB 3.0, USB 3.1 oder USB-C) an Ihren Streaming-PC oder Laptop angeschlossen. Sie sind die beliebtere Wahl für Konsolen-Streamer und Nutzer, die Flexibilität und einfache Installation schätzen.
- Vorteile:
- Einfache Installation: Plug-and-Play über USB, keine komplizierte Hardware-Installation erforderlich.
- Portabilität: Leicht zu transportieren und zwischen verschiedenen Systemen (PC, Laptop) zu wechseln.
- Kompatibilität: Kann mit Laptops verwendet werden, was sie ideal für mobile Setups macht.
- Konsolenfreundlich: Direkter Anschluss an Konsolen ist unkompliziert.
- Nachteile:
- Potenziell höhere Latenz: Obwohl moderne USB 3.0/3.1 Karten die Latenz erheblich reduziert haben, können sie immer noch minimal höher sein als bei PCIe-Karten.
- USB-Bandbreitenbeschränkungen: Bei sehr hohen Auflösungen und Bildraten kann es unter Umständen zu Engpässen kommen, obwohl dies mit aktuellen USB-Standards seltener wird.
- Mehr Kabel auf dem Schreibtisch: Ein weiteres Gerät und Kabel, die Platz beanspruchen.
- Abhängigkeit von USB-Controller: Die Leistung kann je nach Qualität des USB-Controllers Ihres PCs variieren.
Vor- und Nachteile im Überblick
| Merkmal | Interne Capture Card (PCIe) | Externe Capture Card (USB) |
|---|---|---|
| Installation | Komplex, benötigt Öffnen des PCs | Einfach, Plug-and-Play |
| Kompatibilität | Nur Desktop-PCs | Desktop-PCs, Laptops |
| Latenz | Sehr gering | Gering bis sehr gering (moderne Modelle) |
| Bandbreite | Sehr hoch | Hoch (USB 3.0/3.1/C) |
| Portabilität | Nicht portabel | Sehr portabel |
| Kabelmanagement | Sehr sauber | Zusätzliche Kabel und Gerät |
| Zielgruppe | Professionelle Dual-PC-Streamer | Konsolen-Streamer, mobile Streamer, Einsteiger |
Die Wichtigsten Kriterien bei der Auswahl einer Capture Card
Die Auswahl der richtigen Capture Card kann angesichts der Vielzahl an Modellen und Spezifikationen überwältigend sein. Konzentrieren Sie sich auf die folgenden Schlüsselfaktoren, um die perfekte Karte für Ihre Bedürfnisse zu finden:
Auflösung und Bildwiederholrate (Capture und Passthrough)
- Capture-Auflösung: Dies ist die maximale Auflösung und Bildwiederholrate, die die Karte aufnehmen und an den Streaming-PC senden kann. Die meisten modernen Karten unterstützen mindestens 1080p bei 60 FPS, was für die meisten Streaming-Plattformen ausreichend ist. Wenn Sie jedoch in 1440p oder 4K streamen möchten (oder für VOD-Aufnahmen), benötigen Sie eine entsprechende Karte.
- Passthrough-Auflösung: Dies ist entscheidend für Gamer. Die Passthrough-Funktion leitet das Videosignal der Quelle (Konsole/Gaming-PC) ohne Verzögerung an Ihren Gaming-Monitor oder Fernseher weiter. Stellen Sie sicher, dass die Passthrough-Auflösung und -Bildwiederholrate Ihren Monitor-Spezifikationen entsprechen, idealerweise 4K bei 120Hz oder sogar 240Hz, wenn Sie High-Refresh-Rate-Gaming betreiben. Ohne ausreichenden Passthrough müssten Sie auf die Vorteile Ihres Gaming-Monitors verzichten.
Latenz und Hardware-Encoding
Latenz bezieht sich auf die Verzögerung, die das Signal von der Quelle über die Capture Card zum Streaming-PC und potenziell zurück zur Vorschau hat.
- Passthrough-Latenz: Eine gute Capture Card sollte eine Passthrough-Latenz von nahe null haben, d.h. Sie spielen ohne spürbare Verzögerung auf Ihrem Gaming-Monitor.
- Vorschau-Latenz: Die Verzögerung, mit der das Bild auf dem Streaming-PC (z.B. in OBS Studio) angezeigt wird. Für das Gaming ist dies weniger relevant, da Sie über den Passthrough-Monitor spielen. Für die Überwachung des Streams ist eine geringe Vorschau-Latenz jedoch angenehmer.
- Hardware-Encoding: Einige Capture Cards verfügen über einen integrierten Hardware-Encoder. Dies kann die CPU-Auslastung des Streaming-PCs weiter reduzieren, ist aber bei modernen GPUs (NVIDIA NVENC, AMD AMF) oft nicht mehr zwingend erforderlich oder überlegen.
Anschlüsse und Kompatibilität
Die wichtigsten Anschlüsse sind:
- HDMI-Eingang/Ausgang: Achten Sie auf die HDMI-Version (z.B. HDMI 2.0 für 4K60, HDMI 2.1 für 4K120/8K60), die für Ihre Quelle und Ihren Monitor geeignet ist.
- USB-Anschluss: Für externe Karten ist USB 3.0, USB 3.1 oder USB-C (oft Thunderbolt-kompatibel) Standard, um ausreichende Bandbreite zu gewährleisten.
- Audio-Anschlüsse: Einige Karten bieten separate Audio-Eingänge (z.B. 3,5mm Klinke oder optisch), was für die flexible Audiosteuerung nützlich sein kann.
HDR- und VRR-Kompatibilität
Mit der Verbreitung von HDR-Gaming (High Dynamic Range) und VRR (Variable Refresh Rate) auf modernen Konsolen und PCs werden diese Funktionen auch für Capture Cards immer wichtiger.
- HDR-Passthrough und -Aufnahme: Wenn Sie HDR-Spiele in ihrer vollen Pracht genießen und streamen möchten, stellen Sie sicher, dass die Capture Card HDR-Passthrough unterstützt und idealerweise auch HDR-Aufnahme ermöglicht (oder eine gute SDR-Konvertierung bietet).
- VRR-Passthrough: Für ein ruckelfreies Gaming-Erlebnis ist VRR (FreeSync, G-Sync) unerlässlich. Achten Sie darauf, dass die Capture Card VRR-Signale ohne Unterbrechung oder Deaktivierung durchschleifen kann.
Software-Unterstützung
Eine gute Capture Card sollte mit gängiger Streaming-Software wie OBS Studio und Streamlabs Desktop kompatibel sein und stabile Treiber bieten. Viele Hersteller liefern auch eigene Software für die Einrichtung und grundlegende Aufnahmen, die oft nützliche Funktionen bereithält.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Capture Cards gibt es in einem breiten Preisspektrum. Überlegen Sie, welche Funktionen Sie wirklich benötigen und setzen Sie sich ein Budget. Eine teurere Karte ist nicht immer die beste Wahl, wenn Sie ihre erweiterten Funktionen nicht nutzen. Für alle, die ihr Streaming-Erlebnis auf die nächste Stufe heben und gleichzeitig ihre Zuschauerzahlen effektiv steigern möchten, bleibt die Kombination aus erstklassiger Hardware und intelligenten Marketingstrategien – wie sie von streamhub.shop angeboten werden – der Schlüssel zum Erfolg.
Top-Empfehlungen für Capture Cards im Überblick
Basierend auf den oben genannten Kriterien und der aktuellen Marktsituation haben wir einige der besten Capture Cards für verschiedene Anwendungsfälle ausgewählt.
Für Einsteiger und Gelegenheitsstreamer: Einfach und Effizient
- Elgato HD60 S+: Eine bewährte externe Karte, ideal für Konsolen-Streaming. Einfache Einrichtung, 1080p60-Aufnahme und 4K60-Passthrough. Sehr benutzerfreundlich.
- AverMedia Live Gamer MINI: Eine budgetfreundliche externe Option, die grundlegende 1080p60-Aufnahmen bietet und sehr kompakt ist. Perfekt für den Einstieg.
Für Konsolen-Enthusiasten und anspruchsvolle externe Nutzer
- Elgato HD60 X: Der Nachfolger des HD60 S+ bietet 4K60 HDR Passthrough und VRR-Support, während er immer noch 1080p60 aufnimmt. Eine exzellente Wahl für moderne Konsolen.
- AverMedia Live Gamer EXTREME 3: Eine leistungsstarke externe Karte mit bis zu 4K30-Aufnahme oder 1080p120. Bietet ebenfalls 4K60 HDR Passthrough und ist eine starke Alternative zu Elgato.
Für Dual-PC-Setups und maximale Performance
- Elgato 4K60 Pro MK.2: Die Referenz für interne Capture Cards. Bietet bis zu 4K60 HDR-Aufnahme und 4K60 HDR Passthrough. Perfekt für High-End-Gaming-Setups, die keine Kompromisse eingehen wollen.
- AverMedia Live Gamer 4K: Eine direkte Konkurrenz zur Elgato 4K60 Pro, ebenfalls eine PCIe-Karte mit 4K60 HDR-Aufnahme und 4K60 HDR Passthrough. Eine leistungsstarke Option für Dual-PC-Streamer.
Vergleich der Top-Capture Cards
| Modell | Typ | Max. Input | Max. Capture | Passthrough | HDR/VRR | Anschluss | Preisspanne (UVP) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Elgato HD60 S+ | Extern (USB) | 4K60 | 1080p60 | 4K60 | Nur Passthrough HDR | USB 3.0 | ca. 150-180 € |
| AverMedia Live Gamer MINI | Extern (USB) | 1080p60 | 1080p60 | 1080p60 | Nein | USB 2.0 | ca. 80-100 € |
| Elgato HD60 X | Extern (USB) | 4K60 | 1080p60 (bis zu 1440p120) | 4K60 HDR, 1440p120 VRR | Ja | USB 3.0 (USB-C) | ca. 190-220 € |
| AverMedia Live Gamer EXTREME 3 | Extern (USB) | 4K60 HDR | 4K30, 1440p60, 1080p120 | 4K60 HDR, VRR | Ja | USB 3.2 Gen1 (USB-C) | ca. 170-200 € |
| Elgato 4K60 Pro MK.2 | Intern (PCIe) | 4K60 HDR | 4K60 HDR | 4K60 HDR | Ja | PCIe x4 | ca. 240-280 € |
| AverMedia Live Gamer 4K | Intern (PCIe) | 4K60 HDR | 4K60 HDR, 1440p144, 1080p240 | 4K60 HDR | Ja | PCIe x4 | ca. 200-250 € |
Dual-PC-Setup – Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ein Dual-PC-Setup ist der Goldstandard für professionelles Streaming. Hier erfahren Sie, wie Sie es mit einer Capture Card einrichten:
Schritt 1: Hardware-Voraussetzungen
- Gaming-PC: Ihr Haupt-PC für Spiele.
- Streaming-PC: Ein separater PC (oft weniger leistungsstark als der Gaming-PC, aber mit einer guten CPU für Encoding), der für das Streaming zuständig ist.
- Capture Card: Idealerweise eine interne PCIe-Karte für minimale Latenz und maximale Bandbreite.
- HDMI-Kabel: Mindestens zwei Hochgeschwindigkeits-HDMI-Kabel.
- USB-Kabel: Für externe Capture Cards.
- Zusätzliche Monitore: Optional, aber empfehlenswert, um den Stream auf dem Streaming-PC zu überwachen.
Schritt 2: Installation der Capture Card
- Interne Karte: Schalten Sie den Streaming-PC aus, öffnen Sie das Gehäuse und stecken Sie die PCIe-Karte in einen freien PCIe x4-Steckplatz (oder höher). Sichern Sie die Karte mit einer Schraube und schließen Sie das Gehäuse wieder. Installieren Sie die Treiber des Herstellers.
- Externe Karte: Schließen Sie die externe Karte über das mitgelieferte USB-Kabel an einen freien USB 3.0/3.1-Port des Streaming-PCs an. Installieren Sie die Treiber.
Schritt 3: Verkabelung
- Verbinden Sie den HDMI-Ausgang Ihrer Grafikkarte des Gaming-PCs mit dem HDMI-Eingang (Input) Ihrer Capture Card.
- Verbinden Sie den HDMI-Ausgang (Output) Ihrer Capture Card mit dem HDMI-Eingang Ihres Gaming-Monitors. Dies ist der Passthrough-Pfad, der Ihnen ein verzögerungsfreies Gaming-Erlebnis ermöglicht.
- Stellen Sie sicher, dass Ihre externe Capture Card über das USB-Kabel mit dem Streaming-PC verbunden ist.
Schritt 4: Software-Konfiguration (OBS Studio)
Öffnen Sie OBS Studio auf Ihrem Streaming-PC:
- Quelle hinzufügen: Klicken Sie im Bereich "Quellen" auf das "+"-Symbol und wählen Sie "Videoaufnahmegerät" aus.
- Gerät auswählen: Wählen Sie Ihre Capture Card aus der Dropdown-Liste aus.
- Auflösung/FPS einstellen: Konfigurieren Sie die Videoeinstellungen. Wählen Sie "Gerät Standard" oder stellen Sie die gewünschte Auflösung (z.B. 1920x1080) und Bildrate (z.B. 60 FPS) manuell ein.
- Audio-Konfiguration:
- Stellen Sie sicher, dass der Audio-Ausgang Ihres Gaming-PCs über HDMI an die Capture Card gesendet wird.
- In OBS können Sie unter den Audio-Mixer-Einstellungen die Audioquelle der Capture Card überwachen und bei Bedarf anpassen. Oft ist es hilfreich, den Audio-Modus auf "Ausgabe Desktop Audio (WaveOut)" oder "Direktes Soundausgabe-Rendering" einzustellen, um Verzögerungen zu minimieren.
- Monitoring: Rechtsklicken Sie auf die Capture-Card-Quelle im Audio-Mixer, wählen Sie "Erweiterte Audioeigenschaften" und stellen Sie "Audioüberwachung" auf "Monitor und Ausgabe" oder "Monitor (nur Ausgabe stumm)" ein, je nachdem, ob Sie das Spiel-Audio auf dem Streaming-PC hören möchten.
- Stream-Einstellungen: Konfigurieren Sie Ihre Streaming-Plattform (Twitch, YouTube etc.) und Ihre Encoder-Einstellungen in OBS (z.B. x264 für CPU-Encoding oder NVENC/AMF für GPU-Encoding auf dem Streaming-PC).
Um sicherzustellen, dass Ihr professionelles Setup auch die gewünschte Reichweite erzielt, können Dienste wie streamhub.shop eine wertvolle Ergänzung sein, indem sie Ihnen helfen, Ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und neue Zuschauer zu gewinnen.
Konsolen-Streaming – Einfach und Effektiv
Das Streamen von Konsolen wie PlayStation 5, Xbox Series X/S oder Nintendo Switch über eine Capture Card ist wesentlich unkomplizierter als ein Dual-PC-Setup.
Schritt 1: Verkabelung
- Verbinden Sie den HDMI-Ausgang Ihrer Konsole mit dem HDMI-Eingang (Input) Ihrer externen Capture Card.
- Verbinden Sie den HDMI-Ausgang (Output) Ihrer Capture Card mit dem HDMI-Eingang Ihres Fernsehers oder Monitors.
- Schließen Sie die externe Capture Card über das USB-Kabel an Ihren Streaming-PC oder Laptop an.
Schritt 2: Software-Konfiguration (OBS Studio)
Die Konfiguration in OBS Studio ist identisch mit Schritt 4 des Dual-PC-Setups. Fügen Sie die Capture Card als Videoaufnahmegerät hinzu und konfigurieren Sie die Audioeinstellungen.
Schritt 3: Audio-Konfiguration für Party Chat und Mikrofon
Dies ist oft der kniffligste Teil beim Konsolen-Streaming:
- Spiel-Audio: Wird über HDMI an die Capture Card gesendet und sollte in OBS verfügbar sein.
- Mikrofon: Schließen Sie Ihr Mikrofon direkt an den Streaming-PC an und fügen Sie es in OBS als "Audioeingabeaufnahme" hinzu.
- Party-Chat/Voice-Chat:
- Konsolen-Headset: Wenn Sie ein Headset direkt an die Konsole anschließen, wird Ihr Mikrofon-Audio in den Konsolen-Chat gemischt und zusammen mit dem Spiel-Audio über HDMI an die Capture Card gesendet. Beachten Sie, dass Sie Ihr eigenes Mikrofon in diesem Fall nicht separat in OBS steuern können.
- PC-Headset mit Chat-Link: Einige Capture Cards (z.B. Elgato) bieten spezielle Kabel (Chat Link), mit denen Sie den Konsolen-Chat und das eigene Mikrofon in das PC-Setup integrieren können.
- Separate PC-Chat-Software: Eine gängige Lösung ist, den Konsolen-Chat zu vermeiden und stattdessen Discord oder ähnliche Software auf dem Streaming-PC zu verwenden, um mit Freunden zu sprechen. Dies erfordert jedoch, dass Ihre Freunde ebenfalls auf dieser Plattform sind.
Schritt 4: Optimierung der Bildeinstellungen
- HDR zu SDR-Konvertierung: Wenn Ihre Konsole HDR ausgibt, aber Ihr Stream in SDR (Standard Dynamic Range) ist, stellen Sie sicher, dass Ihre Capture Card oder OBS eine korrekte HDR zu SDR-Konvertierung vornimmt, um ausgewaschene Farben zu vermeiden.
- Farbbereich: Überprüfen Sie die Farbbereichseinstellungen in der Software Ihrer Capture Card und in OBS (Normaler Farbbereich vs. Voller Farbbereich), um Farbverschiebungen zu vermeiden.
Nachdem Sie Ihr technisches Setup perfektioniert haben, ist der nächste Schritt, Ihre Inhalte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Plattformen wie streamhub.shop bieten Tools und Strategien, um die organische Reichweite Ihres Kanals zu steigern und eine engagierte Community aufzubauen.
Häufig Gestellte Fragen (FAQ) zu Capture Cards
Brauche ich wirklich eine Capture Card für meinen Gaming-PC?
Nicht unbedingt. Wenn Sie von einem leistungsstarken Gaming-PC streamen, kann die Grafikkarte die Kodierung (z.B. über NVIDIA NVENC oder AMD AMF) übernehmen, ohne dass eine separate Capture Card erforderlich ist. Eine Capture Card wird jedoch unerlässlich, wenn Sie ein Dual-PC-Setup verwenden, um die Last vom Gaming-PC zu nehmen und die höchste Qualität zu gewährleisten, oder wenn Sie eine Konsole streamen möchten.
Beeinflusst eine Capture Card die Gaming-Latenz?
Moderne Capture Cards sind so konzipiert, dass der Passthrough-Pfad (das Signal, das von der Konsole/dem Gaming-PC durch die Capture Card zu Ihrem Monitor geht) eine nahezu unmerkliche Latenz aufweist. Sie sollten beim Spielen auf Ihrem Monitor keine Verzögerung spüren. Die Latenz tritt hauptsächlich bei der Vorschau auf dem Streaming-PC auf, ist aber für das eigentliche Gaming irrelevant, da Sie ja über den Passthrough-Monitor spielen.
Kann ich mit einer Capture Card auch ältere Konsolen streamen?
Ja, prinzipiell ist das möglich, aber es erfordert oft zusätzliche Adapter. Die meisten Capture Cards verwenden HDMI. Für Konsolen mit analogem Ausgang (z.B. Cinch, Component) benötigen Sie einen Analog-zu-HDMI-Konverter. Achten Sie auf hochwertige Konverter, um die bestmögliche Bildqualität zu erzielen. Einige ältere Elgato-Modelle hatten auch direkte Analog-Eingänge, diese sind jedoch bei modernen Karten selten.
Was ist der Unterschied zwischen 4K-Passthrough und 4K-Aufnahme?
4K-Passthrough bedeutet, dass die Capture Card ein 4K-Videosignal von Ihrer Quelle (Konsole/Gaming-PC) an Ihren Monitor weiterleiten kann, sodass Sie in 4K spielen können. Die Karte selbst muss dieses Signal nicht unbedingt in 4K aufnehmen. 4K-Aufnahme (Capture) bedeutet, dass die Karte das 4K-Signal tatsächlich empfängt und an Ihren Streaming-PC in 4K weitergibt, wo es dann in 4K gestreamt oder aufgezeichnet werden kann. Viele Karten bieten 4K-Passthrough, aber nur 1080p-Aufnahme; High-End-Karten bieten sowohl 4K-Passthrough als auch 4K-Aufnahme.
Ist HDR-Streaming mit jeder Capture Card möglich?
Nein. HDR-Streaming erfordert spezifische Hardware-Unterstützung sowohl für den Passthrough als auch für die Aufnahme/Konvertierung. Viele moderne Capture Cards unterstützen HDR-Passthrough, sodass Sie HDR-Spiele auf Ihrem HDR-fähigen Monitor genießen können. Die Möglichkeit, das HDR-Signal tatsächlich in HDR aufzunehmen und zu streamen (oder eine korrekte HDR-zu-SDR-Konvertierung durchzuführen), ist jedoch eine Premium-Funktion, die nur von ausgewählten High-End-Karten geboten wird.
Schlusswort: Ihr Weg zum perfekten Stream
Die Wahl der richtigen Capture Card ist eine Investition in die Qualität und Professionalität Ihres Streams. Ob Sie ein Konsolen-Enthusiast sind, der seine Spielerlebnisse in bestmöglicher Qualität teilen möchte, oder ein Hardcore-Gamer mit einem Dual-PC-Setup, der keine Performance-Einbußen toleriert – eine sorgfältig ausgewählte Capture Card ist der Schlüssel.
Wir hoffen, dieser umfassende Leitfaden von StreamHub World hat Ihnen geholfen, die Komplexität der Capture Cards zu verstehen und die beste Entscheidung für Ihr individuelles Streaming-Setup zu treffen. Denken Sie daran, dass die Technologie sich ständig weiterentwickelt, aber die Kernprinzipien der Qualität, Kompatibilität und Latenz immer im Vordergrund stehen sollten. Für alle, die ihr Streaming-Erlebnis auf die nächste Stufe heben und gleichzeitig ihre Zuschauerzahlen effektiv steigern möchten, bleibt die Kombination aus erstklassiger Hardware und intelligenten Marketingstrategien – wie sie von streamhub.shop angeboten werden – der Schlüssel zum Erfolg.