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Was ist eine Capture Card und warum ist sie unverzichtbar?

In der dynamischen Welt des Live-Streamings ist die Qualität des übertragenen Inhalts entscheidend für den Erfolg und die Bindung des Publikums. Während eine leistungsstarke Internetverbindung und die richtige Streaming-Software grundlegend sind, bildet die Capture Card oft das Herzstück eines professionellen Streaming-Setups. Sie ist die Brücke zwischen Ihrer Spielkonsole, einem zweiten Gaming-PC oder einer professionellen Kamera und Ihrem Streaming-Computer, der den Inhalt codiert und ins Netz sendet. Doch die Wahl der richtigen Capture Card kann komplex sein, da der Markt eine Vielzahl von Modellen anbietet, die sich primär in zwei Kategorien unterteilen lassen: interne und externe Capture Cards.

Dieser ausführliche Leitfaden von StreamHub World beleuchtet die Vor- und Nachteile beider Typen, analysiert technische Spezifikationen und bietet Ihnen eine fundierte Entscheidungshilfe, damit Sie die optimale Lösung für Ihr individuelles Streaming-Setup finden und die Qualität Ihrer Übertragungen auf das nächste Level heben können.

Was ist eine Capture Card und warum ist sie unverzichtbar?

Eine Capture Card ist ein Hardware-Gerät, das Videosignale von einer externen Quelle (z.B. Spielekonsole, DSLR-Kamera, zweiter PC) empfängt, digitalisiert und an einen Computer zur weiteren Verarbeitung weiterleitet. Sie ist quasi der "Übersetzer" zwischen Ihrem Quellgerät und Ihrem Streaming-PC.

Ohne eine Capture Card wäre es in vielen Szenarien unmöglich, qualitativ hochwertige Inhalte von Konsolen oder dedizierten Gaming-PCs zu streamen, da diese Geräte in der Regel keine direkte Schnittstelle für die effiziente Videoausgabe an Streaming-Software wie OBS Studio oder Streamlabs Desktop bieten. Insbesondere wenn Sie ein Dual-PC-Setup betreiben, bei dem ein PC zum Spielen und ein separater PC zum Streamen genutzt wird, ist eine Capture Card absolut notwendig, um das Spielsignal vom Gaming-PC an den Streaming-PC zu übertragen.

Funktionsweise und die Bedeutung für Content Creator

Im Kern funktioniert eine Capture Card, indem sie ein unkomprimiertes oder leicht komprimiertes Videosignal (oft über HDMI) empfängt. Dieses Signal wird dann in ein Format umgewandelt, das von der Streaming-Software auf Ihrem PC verarbeitet werden kann. Dabei sind mehrere Faktoren entscheidend:

  • Auflösung: Die maximale Auflösung, die die Karte erfassen kann (z.B. 1080p, 4K).
  • Bildrate (FPS): Die Anzahl der Bilder pro Sekunde, die erfasst werden können (z.B. 30 FPS, 60 FPS).
  • Latenz: Die Zeitverzögerung zwischen dem Empfang des Signals und der Bereitstellung für den PC. Eine niedrige Latenz ist beim Gaming entscheidend.
  • Hardware-Kompression: Einige Karten verfügen über eigene Encoder-Chips, die die CPU des Streaming-PCs entlasten.

Für Content Creator bedeutet dies, dass eine gute Capture Card nicht nur für die Übertragung des Bildes sorgt, sondern auch maßgeblich die Qualität, Stabilität und Performance Ihrer Streams beeinflusst. Eine falsche Wahl kann zu Rucklern, unsynchronem Audio oder einer schlechten Bildqualität führen, die Ihr Publikum abschrecken könnte.

Interne Capture Cards: Die Wahl für dedizierte Streaming-Systeme

Interne Capture Cards sind Erweiterungskarten, die direkt in einen freien PCIe-Steckplatz auf dem Motherboard Ihres Streaming-PCs installiert werden. Sie sind meist als PCIe x1 oder PCIe x4 Karten verfügbar und nutzen die hohe Bandbreite dieser Schnittstelle, um Videosignale mit minimaler Latenz und maximaler Stabilität zu verarbeiten.

Vorteile von internen Capture Cards

  • Geringere Latenz: Dank der direkten PCIe-Anbindung bieten interne Karten in der Regel die niedrigste Latenz. Das ist besonders wichtig für reaktionsschnelle Spiele, bei denen jede Millisekunde zählt, auch wenn Sie das Spiel über den Pass-Through spielen.
  • Höhere Bandbreite und Stabilität: Die PCIe-Schnittstelle ermöglicht eine hohe Datenübertragungsrate, was zu einer stabileren und zuverlässigeren Videoerfassung führt, insbesondere bei hohen Auflösungen und Bildraten (z.B. 4K60).
  • Sauberes Setup: Da die Karte im PC verbaut ist, gibt es weniger Kabelgewirr und eine aufgeräumtere Arbeitsfläche.
  • Keine externe Stromversorgung: Die Stromversorgung erfolgt direkt über den PCIe-Steckplatz.
  • Potenziell höhere Leistung: Viele High-End-Modelle mit erweiterten Funktionen wie Hardware-Encoding oder mehreren HDMI-Eingängen sind als interne Karten konzipiert.

Nachteile von internen Capture Cards

  • Installation erfordert Fachkenntnisse: Der Einbau in den PC ist aufwendiger als das Anschließen einer externen Karte und erfordert ein gewisses technisches Verständnis.
  • Nicht portabel: Sie sind fest an einen Desktop-PC gebunden und können nicht einfach zwischen verschiedenen Systemen gewechselt werden.
  • Benötigt freien PCIe-Steckplatz: Ihr Motherboard muss einen kompatiblen und freien PCIe-Steckplatz haben.
  • Nur für Desktop-PCs: Laptop-Nutzer können keine interne Capture Card verwenden.

Ideal für wen?

Interne Capture Cards sind die bevorzugte Wahl für professionelle Streamer, Hardcore-Gamer und alle, die ein dediziertes Streaming-Setup mit einem Desktop-PC betreiben. Sie sind optimal für Dual-PC-Setups, bei denen maximale Leistung und minimale Latenz entscheidend sind.

Externe Capture Cards: Flexibilität und einfache Handhabung

Externe Capture Cards sind eigenständige Geräte, die über eine USB-Schnittstelle (meist USB 3.0, USB 3.1 oder USB-C) mit Ihrem PC oder Laptop verbunden werden. Sie sind kompakt und können leicht transportiert werden, was sie zu einer beliebten Wahl für viele Streamer macht.

Vorteile von externen Capture Cards

  • Einfache Installation: Einfach per USB und HDMI anschließen, Treiber installieren – fertig. Ideal für Einsteiger.
  • Hohe Portabilität: Perfekt für Streamer, die an verschiedenen Orten streamen oder ihre Ausrüstung zwischen mehreren Computern wechseln möchten (z.B. Gaming-Laptop und Streaming-Laptop).
  • Kompatibel mit Laptops: Da sie keine internen Steckplätze benötigen, sind sie die einzige Option für Laptop-basierte Streaming-Setups.
  • Breite Gerätekompatibilität: Funktioniert mit den meisten PCs, Macs und sogar einigen Tablets, die eine geeignete USB-Schnittstelle besitzen.

Nachteile von externen Capture Cards

  • Potenziell höhere Latenz: Obwohl moderne USB 3.0/3.1/3.2 Karten die Latenz erheblich reduziert haben, können sie immer noch leicht höher sein als bei PCIe-Karten. Für das reine Streaming ist dies selten ein Problem, aber für die direkte Vorschau des aufgenommenen Materials kann es spürbar sein.
  • Kabelgewirr: Externe Karten benötigen zusätzliche Kabel für USB, HDMI und oft auch eine separate Stromversorgung.
  • USB-Ressourcen: Kann die USB-Bandbreite des PCs beanspruchen, was bei vielen anderen angeschlossenen USB-Geräten zu Problemen führen kann.
  • Manchmal externe Stromversorgung nötig: Einige Modelle benötigen ein separates Netzteil, was die Portabilität etwas einschränkt.

Ideal für wen?

Externe Capture Cards sind ideal für Konsolen-Streamer (PS5, Xbox Series X, Nintendo Switch), Laptop-Nutzer, Anfänger im Streaming-Bereich und alle, die ein flexibles Setup bevorzugen. Sie sind auch eine gute Wahl für Content Creator, die ihre Kamera oder andere Videoquellen für Meetings, Präsentationen oder Videokonferenzen nutzen möchten.

Vergleich: Intern vs. Extern – Eine Detailanalyse

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Merkmale und Unterschiede zwischen internen und externen Capture Cards in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst.

Merkmal Interne Capture Card (PCIe) Externe Capture Card (USB)
Latenz Sehr gering (nahezu Null), ideal für Echtzeit-Monitoring. Gering bis moderat, je nach Modell und USB-Standard. Für Streaming meist ausreichend.
Installation Komplexer, erfordert Öffnen des PCs und Einstecken in PCIe-Slot. Sehr einfach, per USB und HDMI anschließen. Plug-and-Play.
Portabilität Nicht portabel, fest im Desktop-PC verbaut. Sehr portabel, kann leicht zwischen Geräten gewechselt werden (Laptop, PC).
Kompatibilität Nur für Desktop-PCs mit freiem PCIe-Slot. PCs, Laptops, macOS-Systeme mit USB 3.0/3.1/3.2.
Kabelmanagement Sehr sauber, da die Karte intern verbaut ist. Potenziell mehr Kabel (USB, HDMI, optional Strom).
Stromversorgung Über PCIe-Steckplatz (intern). Über USB-Bus oder separates Netzteil (extern).
Preisspanne Oft etwas höher für High-End-Modelle mit gleichen Features. Breite Spanne, von Einsteigermodellen bis zu High-End-Geräten.
Zielgruppe Professionelle Streamer, Dual-PC-Setups, Hardcore-Gamer. Konsolen-Streamer, Laptop-Nutzer, Anfänger, Content Creator mit wechselnden Setups.

Technische Aspekte und Kaufberatung

Unabhängig davon, ob Sie sich für eine interne oder externe Lösung entscheiden, gibt es eine Reihe von technischen Spezifikationen, die Sie bei der Auswahl berücksichtigen sollten.

Auflösung und Bildrate

Die gängigsten Auflösungen sind 1080p (Full HD) bei 60 FPS, was für die meisten Twitch- und YouTube-Streams als Standard gilt. Viele moderne Capture Cards bieten auch 4K (UHD) bei 30 oder 60 FPS. Beachten Sie, dass "4K-Capture" oft bedeutet, dass die Karte 4K-Signale durchschleifen kann, aber möglicherweise nur in 1080p aufnehmen oder streamen kann. Achten Sie auf die explizite Angabe der Capture-Auflösung.

Durchschleifen (Pass-Through)

Ein unverzichtbares Feature ist das HDMI-Pass-Through. Es ermöglicht Ihnen, das HDMI-Signal von Ihrer Quelle (z.B. Konsole) ohne Verzögerung an einen Monitor oder Fernseher zu leiten, während die Capture Card das Signal parallel abgreift. Dies gewährleistet ein lag-freies Spielerlebnis, während Ihr Publikum den Stream in hoher Qualität genießt.

Konnektivität und Schnittstelle

  • PCIe (intern): Bietet die höchste Bandbreite und geringste Latenz. Achten Sie auf die PCIe-Generation (z.B. Gen 2.0, 3.0) und die Lanes (x1, x4).
  • USB 3.0/3.1/3.2 (extern): Essentiell für externe Karten, da USB 2.0 nicht genügend Bandbreite für qualitativ hochwertige Videoübertragungen bietet. USB-C wird immer häufiger als Anschluss für USB 3.x genutzt.

Hardware-Kompression

Einige Capture Cards (oft High-End-Modelle) verfügen über einen integrierten Hardware-Encoder (z.B. H.264/H.265). Dies entlastet die CPU Ihres Streaming-PCs, da die Komprimierung direkt auf der Karte stattfindet. Für die meisten Streamer, die moderne GPUs mit eigenen Encodern (NVENC, AMF) nutzen, ist dies jedoch weniger kritisch.

HDCP-Deaktivierung

HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection) ist ein Kopierschutzmechanismus, der bei vielen Konsolen (insbesondere PlayStation) und Blu-ray-Playern aktiviert ist. Wenn HDCP aktiv ist, können Capture Cards das Signal nicht aufnehmen. Manche Capture Cards bieten eine Funktion zur HDCP-Deaktivierung oder arbeiten mit Geräten, die dies automatisch umgehen. Für Konsolen-Streaming müssen Sie HDCP auf Ihrer Konsole deaktivieren können (z.B. bei der PS4/PS5 in den Systemeinstellungen).

Software-Kompatibilität

Stellen Sie sicher, dass die Capture Card mit Ihrer bevorzugten Streaming-Software (z.B. OBS Studio, Streamlabs Desktop, XSplit) kompatibel ist. Die meisten Marken bieten eine breite Kompatibilität, aber ein Blick in die Spezifikationen schadet nicht.

Kosten-Nutzen-Analyse

Die Preise für Capture Cards variieren stark, von unter 50 Euro für einfache USB-2.0-Geräte bis zu mehreren hundert Euro für professionelle 4K60 HDR-Karten. Überlegen Sie, welche Auflösung und Bildrate Sie wirklich benötigen und ob Sie bereit sind, für zusätzliche Features wie Hardware-Encoding oder extrem niedrige Latenz einen Aufpreis zu zahlen.

Modell (Beispiel) Typ Max. Capture-Auflösung Pass-Through Schnittstelle Besondere Merkmale Ca. Preis (EUR)
Elgato Game Capture HD60 S+ Extern 1080p60 HDR10 4K60 HDR10 USB 3.0 (Type-C) Einsteigerfreundlich, Konsolen-optimiert 180-200
Elgato Game Capture 4K60 S+ Extern 4K60 HDR10 4K60 HDR10 USB 3.0 (Type-C) Stand-alone Recording (SD-Karte), HEVC Encoding 350-400
Elgato Game Capture 4K60 Pro MK.2 Intern 4K60 HDR10 4K60 HDR10 PCIe x4 Ultra-Low Latency, Multi-App Support 250-300
AVerMedia Live Gamer EXTREME 3 Extern 4K30 HDR 4K60 HDR USB 3.2 Gen1 (Type-C) Variable Refresh Rate (VRR) Pass-Through 150-180
AVerMedia Live Gamer 4K Intern 4K60 HDR10 4K60 HDR10 PCIe x4 Gen 2 RGB Lighting, Low Latency 200-250
Razer Ripsaw HD Extern 1080p60 4K60 USB 3.0 Eingebauter Audio-Mixer, Mic-In 150-170

Hinweis: Preise sind Schätzwerte und können je nach Händler und Verfügbarkeit variieren.

Installation und Einrichtung Ihrer Capture Card

Die Installation und Einrichtung variiert je nach Typ der Capture Card, ist aber in der Regel mit wenigen Schritten erledigt.

Interne Karte einbauen (Desktop-PC)

  1. PC ausschalten und öffnen: Trennen Sie den PC vom Stromnetz und öffnen Sie das Gehäuse.
  2. PCIe-Steckplatz finden: Suchen Sie einen freien PCIe x1- oder x4-Steckplatz.
  3. Karte einstecken: Führen Sie die Capture Card vorsichtig in den Steckplatz ein und sichern Sie sie mit einer Schraube.
  4. PC schließen und starten: Schließen Sie das Gehäuse, schließen Sie den PC wieder an den Strom an und starten Sie ihn.
  5. Treiber installieren: Laden Sie die neuesten Treiber von der Hersteller-Website herunter und installieren Sie sie.
  6. Kabel anschließen: Verbinden Sie die Videoquelle (z.B. Gaming-PC) über HDMI mit dem "IN"-Port der Capture Card und Ihren Monitor über den "OUT"-Port (Pass-Through).

Externe Karte anschließen (PC/Laptop)

  1. Karte anschließen: Verbinden Sie die externe Capture Card über das entsprechende USB-Kabel mit einem freien USB 3.0/3.1/3.2 Port Ihres Streaming-PCs/Laptops. Bei Bedarf das externe Netzteil anschließen.
  2. Treiber installieren: Laden Sie die neuesten Treiber von der Hersteller-Website herunter und installieren Sie sie.
  3. Kabel anschließen: Verbinden Sie die Videoquelle (z.B. Konsole, Gaming-PC) über HDMI mit dem "IN"-Port der Capture Card. Verbinden Sie optional Ihren Monitor über den "OUT"-Port (Pass-Through).

Software-Konfiguration (OBS Studio / Streamlabs Desktop)

  1. Software starten: Öffnen Sie OBS Studio oder Streamlabs Desktop.
  2. Quelle hinzufügen: Klicken Sie im Bereich "Quellen" auf das "+"-Symbol und wählen Sie "Videoaufnahmegerät".
  3. Gerät auswählen: Wählen Sie im Dropdown-Menü Ihre Capture Card aus (z.B. "Elgato Game Capture HD60 S+").
  4. Auflösung und FPS einstellen: Stellen Sie die gewünschte Auflösung (z.B. 1920x1080) und Bildrate (z.B. 60 FPS) ein. Stellen Sie sicher, dass dies mit den Einstellungen Ihrer Quelle und der Capture Card übereinstimmt.
  5. Audio-Einstellungen: Überprüfen Sie die Audioeinstellungen. Oft müssen Sie "Audio über Desktop wiedergeben (WaveOut)" oder "Audio nur überwachen (Stummschalten der Ausgabe)" wählen, um Audio-Loops zu vermeiden.
  6. Synchronisation prüfen: Überprüfen Sie, ob Bild und Ton synchron sind. Bei Bedarf können Sie unter "Erweiterte Audioeigenschaften" eine Audioverzögerung einstellen.

Optimierung der Streaming-Qualität mit Ihrer Capture Card

Eine Capture Card allein garantiert noch keinen perfekten Stream. Es gibt weitere Schritte, um das Beste aus Ihrem Setup herauszuholen.

Bitrate und Encoder-Einstellungen

Die Capture Card liefert das Rohmaterial, aber die Qualität des Streams hängt stark von Ihrer Bitrate und Ihrem Encoder ab. Stellen Sie in Ihrer Streaming-Software die Bitrate basierend auf Ihrer Internet-Upload-Geschwindigkeit und den Empfehlungen Ihrer Plattform ein (z.B. 6000-8000 kbps für 1080p60 auf Twitch/YouTube). Nutzen Sie den Hardware-Encoder Ihrer Grafikkarte (NVENC für NVIDIA, AMF für AMD) oder den x264-Encoder der CPU, je nachdem, was die beste Balance aus Qualität und Leistung für Ihr System bietet.

Audio-Synchronisation

Gelegentlich kann es zu einer leichten Verzögerung zwischen Video und Audio kommen. Passen Sie in den erweiterten Audioeigenschaften Ihrer Streaming-Software die "Synchronisations-Offset" für die Capture Card-Audioquelle an, bis Bild und Ton perfekt übereinstimmen.

Latenz-Management

Auch wenn PCIe-Karten eine sehr niedrige Latenz haben, kann die Vorschau in OBS immer noch eine leichte Verzögerung aufweisen. Verlassen Sie sich immer auf den Pass-Through-Monitor zum Spielen und nutzen Sie die OBS-Vorschau lediglich zur Kontrolle. Für Streamer, die ihre Reichweite und ihr Engagement über die technische Ausstattung hinaus optimieren möchten, bieten professionelle Dienstleister wie streamhub.shop gezielte Unterstützung beim Kanalwachstum.

Dual-PC-Setup Best Practices

Im Dual-PC-Setup ist die Capture Card das Bindeglied. Stellen Sie sicher, dass der Gaming-PC sein Signal in der gewünschten Auflösung und Bildrate an die Capture Card sendet. Verwenden Sie ein hochwertiges HDMI-Kabel. Für die Audioübertragung können Sie entweder das HDMI-Audio der Capture Card nutzen oder separate Audiokabel (z.B. über ein virtuelles Audiokabel wie VoiceMeeter) für mehr Kontrolle einsetzen.

Die Zukunft des Video-Capturing im Streaming

Die Technologie der Capture Cards entwickelt sich stetig weiter. Mit der Einführung von noch leistungsfähigeren Gaming-Hardware und Displays sind folgende Trends absehbar:

  • Höhere Auflösungen und Bildraten: 8K-Gaming und Streaming bei höheren Bildraten (z.B. 120 FPS) werden zunehmend relevanter, was entsprechende Capture Cards erfordert.
  • Verbesserte HDR-Unterstützung: HDR (High Dynamic Range) für lebendigere Farben wird Standard, und Capture Cards müssen diese Daten ohne Qualitätsverlust verarbeiten können.
  • Niedrigere Latenz und Effizienz: Weiterentwicklungen in den Schnittstellen (z.B. USB 4.0, PCIe Gen 5) werden die Latenz weiter reduzieren und die Effizienz der Datenübertragung erhöhen.
  • Integrierte KI-Funktionen: Denkbar sind Capture Cards, die bereits auf Hardware-Ebene KI-gestützte Funktionen zur Bildverbesserung, Rauschunterdrückung oder sogar zur automatischen Inhaltsanalyse bieten.

Während Sie Ihre technische Ausrüstung mit modernster Hardware aufrüsten, können Sie parallel Ihr Publikum mit den strategischen Services von streamhub.shop erweitern und somit ein umfassendes Wachstum Ihres Kanals sicherstellen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich wirklich eine Capture Card für mein Streaming-Setup?

Das hängt von Ihrer Quelle ab. Wenn Sie von einer Konsole (PlayStation, Xbox, Switch) streamen oder ein Dual-PC-Setup verwenden, ist eine Capture Card unerlässlich. Wenn Sie ausschließlich von einem einzelnen Gaming-PC streamen und dessen Leistung ausreicht, um gleichzeitig zu spielen und zu codieren, benötigen Sie keine separate Capture Card, da die Grafikkarte diese Aufgabe übernimmt.

Was ist der Unterschied zwischen Pass-Through-Auflösung und Streaming-Auflösung?

Die Pass-Through-Auflösung ist die Auflösung, mit der das Signal von der Quelle (z.B. Konsole) an Ihren Gaming-Monitor weitergeleitet wird. Dies ist oft höher (z.B. 4K60), um Ihnen das beste Spielerlebnis zu bieten. Die Streaming-Auflösung ist die Auflösung, die die Capture Card tatsächlich an Ihre Streaming-Software sendet und die letztendlich an Ihr Publikum übertragen wird. Diese kann niedriger sein (z.B. 1080p60), um die Bandbreite zu schonen oder die Leistung des Streaming-PCs zu optimieren.

Kann ich eine Capture Card für PS5/Xbox Series X nutzen?

Ja, absolut. Moderne Capture Cards sind voll kompatibel mit den neuesten Konsolen wie der PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Achten Sie darauf, dass die Capture Card 4K-Pass-Through und idealerweise 1080p60 oder 4K60 Capture unterstützt, um die volle Leistungsfähigkeit der Konsolen auszunutzen. Stellen Sie bei der PS5 sicher, dass HDCP in den Systemeinstellungen deaktiviert ist.

Wie wirkt sich die Latenz auf mein Streaming aus?

Eine hohe Latenz bei der Capture Card bedeutet, dass das Bild auf Ihrem Streaming-PC verzögert ankommt. Während dies für Ihr Publikum im Stream kaum auffällt (da Bild und Ton im Stream synchronisiert werden), kann es die Interaktion als Streamer beeinflussen, wenn Sie die Vorschau der Capture Card zur Überwachung nutzen. Für das reine Spielerlebnis ist die Latenz des Pass-Throughs entscheidend und sollte minimal sein.

Welche Kabel benötige ich für meine Capture Card?

Im Allgemeinen benötigen Sie:

  • Ein HDMI-Kabel, um die Videoquelle (Konsole/Gaming-PC) mit dem "HDMI IN" der Capture Card zu verbinden.
  • Ein weiteres HDMI-Kabel, um den "HDMI OUT" (Pass-Through) der Capture Card mit Ihrem Gaming-Monitor zu verbinden.
  • Für externe Karten: Ein USB 3.0/3.1/3.2 Kabel, um die Capture Card mit Ihrem Streaming-PC/Laptop zu verbinden.
  • Eventuell ein separates Stromkabel für einige externe Capture Cards.
  • Optional: Audiokabel, wenn Sie Audio separat von HDMI verwalten möchten.

Fazit

Die Wahl zwischen einer internen und einer externen Capture Card hängt maßgeblich von Ihren individuellen Anforderungen, Ihrem Budget und Ihrem bestehenden Setup ab. Interne Karten bieten unübertroffene Leistung und geringste Latenz für dedizierte Desktop-Streaming-Systeme und Dual-PC-Setups. Externe Karten glänzen durch ihre einfache Installation und hohe Portabilität, ideal für Konsolen-Streamer, Laptop-Nutzer oder jene, die ihr Equipment flexibel einsetzen möchten.

Analysieren Sie sorgfältig die Auflösungs- und Bildratenanforderungen Ihrer Inhalte, die Konnektivitätsoptionen und die Bedeutung von Features wie Pass-Through und HDCP-Deaktivierung. Eine fundierte Entscheidung in diesem Bereich ist eine Investition in die Professionalität und Qualität Ihres Streams, die sich in der Zufriedenheit Ihres Publikums und dem Wachstum Ihres Kanals auszahlen wird.

Unabhängig davon, ob Sie sich für eine interne oder externe Lösung entscheiden, die richtige Capture Card ist eine Investition in die Qualität Ihres Contents. Kombinieren Sie diese technische Exzellenz mit den professionellen Wachstumslösungen, die streamhub.shop anbietet, um Ihr Streaming-Erlebnis für Ihr Publikum unvergesslich zu machen und Ihre Reichweite signifikant zu steigern.

About the author

StreamHub Editorial Team — practicing streamers and editors focused on Kick/Twitch growth, OBS setup, and monetization. Contact: Telegram.

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