In der dynamischen Welt des Livestreamings, wo visuelle Ästhetik oft im Vordergrund steht, wird ein Element allzu häufig unterschätzt, obwohl es für das Engagement und die Bindung des Publikums entscheidend ist: die Audioqualität. Eine brillante Bildauflösung, flüssige Animationen und eine mitreißende Kameraführung können ihre Wirkung völlig verfehlen, wenn der Sound kratzt, rauscht oder unverständlich ist. Ihre Stimme, Ihre Musik, die Spielgeräusche – all das trägt maßgeblich zur professionellen Wahrnehmung Ihres Streams bei und kann den Unterschied zwischen einem flüchtigen Zuschauer und einem loyalen Abonnenten ausmachen. Doch während die Notwendigkeit guter Mikrofone weithin anerkannt ist, taucht oft eine weitere Frage auf: Brauche ich wirklich ein separates Audio-Interface, um meine Klangqualität auf das nächste Level zu heben?
Diese umfassende Analyse von StreamHub World wird Licht ins Dunkel bringen. Wir werden klären, was ein Audio-Interface ist, wie es funktioniert und vor allem, wann es für Ihren individuellen Streaming-Workflow unverzichtbar wird. Unser Ziel ist es, Ihnen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu liefern, damit Sie in die richtige Hardware investieren und Ihren Zuschauern ein makelloses Klangerlebnis bieten können.
Was genau ist ein Audio-Interface? Eine technische Einführung
Ein Audio-Interface ist im Wesentlichen das Bindeglied zwischen Ihren analogen Audioquellen (wie Mikrofonen, Instrumenten oder externen Soundgeräten) und Ihrem digitalen Computer. Es ist ein externes Gerät, das die Aufgabe der Analog-Digital-Wandlung (ADC) und Digital-Analog-Wandlung (DAC) übernimmt, eine Funktion, die normalerweise von der internen Soundkarte Ihres Computers erledigt wird. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Qualität und den zusätzlichen Funktionen, die ein dediziertes Audio-Interface bietet.
Während die in Computern verbauten Soundkarten für alltägliche Aufgaben wie das Abspielen von Musik oder Videotelefonie ausreichend sind, sind sie oft nicht für die hohen Anforderungen einer professionellen Audioaufnahme oder eines Livestreams konzipiert. Sie weisen häufig einen höheren Grundrauschpegel, geringere Dynamik und eine schlechtere Wandlerqualität auf, was zu einem weniger sauberen und detaillierten Klang führt.

Ein Audio-Interface hingegen ist speziell dafür entwickelt, Audiosignale mit höchster Präzision zu verarbeiten. Es verfügt über hochwertige Vorverstärker (Preamps), die das schwache Signal eines Mikrofons verstärken, ohne dabei Rauschen zu erzeugen. Es bietet oft die notwendige Phantomspeisung (+48V) für Kondensatormikrofone und ermöglicht ein latenzfreies Mithören (Direct Monitoring) Ihrer eigenen Stimme oder Ihres Instruments, was bei der Aufnahme und beim Live-Streamen von entscheidender Bedeutung ist.
Kernkomponenten und Funktionen, die Sie kennen sollten
- Eingänge und Ausgänge (I/O): Audio-Interfaces bieten verschiedene Arten von Anschlüssen. Die wichtigsten für Streamer sind XLR-Eingänge für professionelle Mikrofone und manchmal TRS-Eingänge (Line/Instrument) für Gitarren, Keyboards oder andere Line-Pegel-Quellen. Ausgänge umfassen in der Regel Klinkenbuchsen für Studiomonitore und einen Kopfhörerausgang.
- Vorverstärker (Preamps): Die Qualität der Vorverstärker ist entscheidend. Sie verstärken das sehr schwache Signal eines Mikrofons auf einen brauchbaren Pegel. Gute Preamps sind rauscharm und klangneutral.
- Phantomspeisung (+48V): Viele hochwertige Kondensatormikrofone benötigen eine externe Stromversorgung, die von der Phantomspeisung des Audio-Interfaces bereitgestellt wird. Ohne diese funktioniert ein solches Mikrofon nicht.
- Direktes Monitoring: Eine der wichtigsten Funktionen für Streamer und Musiker. Sie ermöglicht es Ihnen, Ihr eigenes Signal (Mikrofon, Instrument) direkt am Interface abzuhören, ohne den Umweg über den Computer und dessen Latenzzeiten. Das eliminiert störende Verzögerungen.
- Kopfhörerausgang: Ein dedizierter Kopfhörerausgang mit eigener Lautstärkeregelung ist Standard und essenziell für das Monitoring.
- Latenz: Die Zeitverzögerung zwischen dem Eingangssignal und dem Ausgangssignal. Gute Audio-Interfaces minimieren diese, was für Live-Anwendungen wie Streaming und Musikproduktion entscheidend ist.
- Abtastrate und Bittiefe: Diese Werte (z.B. 48 kHz / 24 Bit) beschreiben die Qualität der Analog-Digital-Wandlung. Höhere Werte bedeuten eine genauere digitale Darstellung des ursprünglichen Analogsignals. Für Streaming sind 48 kHz und 24 Bit ein hervorragender Standard.
Brauchen Sie wirklich ein Audio-Interface zum Streamen? Eine differenzierte Betrachtung
Die Antwort auf diese Frage ist selten ein einfaches Ja oder Nein. Sie hängt stark von Ihrem aktuellen Setup, Ihren Ambitionen und der Art Ihres Contents ab. Lassen Sie uns verschiedene Szenarien durchgehen:
Szenario 1: Der Einsteiger-Streamer mit Grundausstattung
Wenn Sie gerade erst mit dem Streamen beginnen und ein USB-Mikrofon (wie z.B. ein Blue Yeti, Rode NT-USB oder HyperX QuadCast) verwenden, benötigen Sie in der Regel kein Audio-Interface. USB-Mikrofone haben bereits einen integrierten Analog-Digital-Wandler und einen Vorverstärker. Sie werden direkt an den USB-Port Ihres Computers angeschlossen und funktionieren "out-of-the-box".
- Vorteile: Extrem einfache Einrichtung, kostengünstiger Einstieg.
- Nachteile: Begrenzte Klangqualität im Vergleich zu XLR-Mikrofonen, keine Möglichkeit zur Phantomspeisung, oft keine latenzfreie Direktüberwachung, eingeschränkte Flexibilität bei mehreren Audioquellen oder Instrumenten.
Fazit: Für den absoluten Start ist ein USB-Mikrofon oft ausreichend und die einfachste Lösung. Wenn Sie jedoch später Ambitionen haben, die Audioqualität zu steigern, werden Sie an die Grenzen dieser Lösung stoßen.
Szenario 2: Der ambitionierte Streamer mit XLR-Mikrofon
Dies ist das Szenario, in dem ein Audio-Interface unverzichtbar wird. Wenn Sie in ein professionelles XLR-Mikrofon investieren möchten oder bereits investiert haben (wie z.B. ein Shure SM7B, Rode Procaster, Audio-Technica AT2020 oder Neumann TLM 102), benötigen Sie ein Audio-Interface. Warum?
- Anschluss: XLR-Mikrofone können nicht direkt an den Computer angeschlossen werden. Sie benötigen einen XLR-Eingang, wie ihn ein Audio-Interface bietet.
- Vorverstärkung: XLR-Mikrofone liefern ein sehr schwaches Signal, das von den hochwertigen Preamps eines Audio-Interfaces verstärkt werden muss. Die Qualität dieser Preamps ist entscheidend für einen sauberen, rauscharmen Sound.
- Phantomspeisung: Viele beliebte Studiokondensatormikrofone (z.B. AT2020, Rode NT1) benötigen die +48V Phantomspeisung, die nur von einem Audio-Interface oder einem externen Preamp bereitgestellt werden kann.
- Klangqualität: Die Kombination aus einem hochwertigen XLR-Mikrofon und einem guten Audio-Interface liefert eine weitaus überlegenere Klangqualität als jedes USB-Mikrofon. Sie profitieren von einem geringeren Grundrauschen, einer besseren Dynamik und einem klareren, detailreicheren Klang.
- Flexibilität: Ein Interface ermöglicht es Ihnen, verschiedene Mikrofontypen zu verwenden und bietet oft zusätzliche Eingänge für Instrumente oder andere Line-Geräte.
Fazit: Für jeden Streamer, der ernsthaft seine Audioqualität verbessern und ein professionelles Auftreten pflegen möchte, ist ein Audio-Interface in Kombination mit einem XLR-Mikrofon der
Szenario 3: Multi-Input-Nutzer und Musiker-Streamer
Wenn Sie planen, mehrere Audioquellen gleichzeitig in Ihren Stream zu integrieren – zum Beispiel Ihr Mikrofon, eine Gitarre, ein Keyboard, ein DJ-Setup oder sogar ein zweites Mikrofon für einen Gast – dann ist ein Audio-Interface mit mehreren Eingängen absolut unerlässlich. Es dient als zentrale Schaltstelle und Mixer für alle Ihre Audioquellen, bevor diese an Ihren Streaming-PC gesendet werden.
- Zentralisierte Kontrolle: Alle Pegel können an einem Ort verwaltet werden.
- Erweiterte Routing-Möglichkeiten: Sie können Signale an verschiedene Software-Anwendungen oder Ausgänge routen.
- Professionelle Integration: Nahtlose Einbindung von Instrumenten mit optimalen Pegeln und Impedanzen.
Fazit: Ohne ein dediziertes Mehrkanal-Audio-Interface wäre die Verwaltung und qualitativ hochwertige Integration mehrerer Audioquellen in einem Streaming-Setup extrem schwierig bis unmöglich.
Die unbestreitbaren Vorteile eines Audio-Interfaces für Ihren Stream
Die Investition in ein gutes Audio-Interface bietet eine Reihe von Vorteilen, die sich direkt auf die Qualität und Professionalität Ihres Streams auswirken:
- Überragende Klangqualität: Hochwertige Preamps und AD/DA-Wandler sorgen für einen sauberen, rauscharmen und detailreichen Sound, der das Publikum sofort anspricht.
- Geringere Latenz: Durch Direct Monitoring hören Sie sich selbst ohne hörbare Verzögerung, was beim Sprechen und Musizieren essenziell ist und ein natürlicheres Gefühl vermittelt.
- Phantomspeisung für Kondensatormikrofone: Ermöglicht die Nutzung einer breiten Palette an professionellen Mikrofonen, die für ihre exzellente Klangaufnahme bekannt sind.
- Flexibilität und Erweiterbarkeit: Mehrere Eingänge für Mikrofone, Instrumente und Line-Signale bieten die Möglichkeit, Ihr Setup später problemlos zu erweitern.
- Entlastung der CPU: Die dedizierte Hardware des Interfaces übernimmt die Audioverarbeitung, wodurch die CPU Ihres Computers entlastet wird.
- Bessere Monitoring-Optionen: Unabhängige Lautstärkeregler für Kopfhörer und Monitorlautsprecher sowie oft separate Mix-Möglichkeiten für den Hörer und den Streamer.
- Robuste Bauweise: Externe Interfaces sind oft stabiler und besser abgeschirmt als interne Soundkarten, was zu einer besseren Signalintegrität führt.
Nachteile und Überlegungen vor dem Kauf
Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Aspekte, die vor dem Kauf eines Audio-Interfaces bedacht werden sollten:
- Kosten: Ein gutes Audio-Interface stellt eine zusätzliche Investition dar, die je nach Modell und Ausstattung variieren kann.
- Komplexität der Einrichtung: Im Vergleich zu einem einfachen USB-Mikrofon ist die Installation von Treibern und die Konfiguration in der Streaming-Software (z.B. OBS Studio) etwas aufwendiger, aber mit Anleitungen gut machbar.
- Platzbedarf: Ein Audio-Interface ist ein weiteres Gerät auf Ihrem Schreibtisch, das Strom und Kabel benötigt.
- Benötigt XLR-Mikrofone: Wenn Sie bereits ein gutes USB-Mikrofon besitzen, müssen Sie für die Nutzung eines Audio-Interfaces möglicherweise auch in ein XLR-Mikrofon investieren, um die Vorteile voll auszuschöpfen.
Wichtige Kriterien bei der Auswahl Ihres Audio-Interfaces
Bei der Fülle an Modellen auf dem Markt kann die Wahl des richtigen Audio-Interfaces überwältigend sein. Beachten Sie folgende Kriterien:
- Anzahl der Ein- und Ausgänge: Planen Sie, nur ein Mikrofon anzuschließen? Dann reichen 1-2 Eingänge. Benötigen Sie zusätzlich eine Gitarre oder ein zweites Mikrofon? Dann sind 2-4 Eingänge sinnvoll. Achten Sie auf XLR-Eingänge mit Phantomspeisung.
- Qualität der Vorverstärker: Dies ist entscheidend für einen rauscharmen und klaren Klang. Marken wie Focusrite, Universal Audio, RME oder Audient sind bekannt für ihre hochwertigen Preamps.
- Phantomspeisung (+48V): Stellen Sie sicher, dass das Interface Phantomspeisung bietet, wenn Sie ein Kondensatormikrofon verwenden möchten.
- Direct Monitoring: Diese Funktion ist ein Muss, um Latenzprobleme beim Mithören zu vermeiden.
- Konnektivität: Die meisten modernen Interfaces nutzen USB (USB 2.0, USB 3.0, USB-C) oder Thunderbolt. USB-C ist heute der Standard für viele Geräte.
- Treiberstabilität: Recherchieren Sie, ob die Treiber des Herstellers stabil und regelmäßig aktualisiert werden, besonders für Ihr Betriebssystem (Windows, macOS).
- Budget: Legen Sie ein Budget fest. Es gibt hervorragende Interfaces in jeder Preisklasse, von Einsteigermodellen bis hin zu High-End-Lösungen.
- Mitgelieferte Software: Einige Interfaces werden mit Software-Bundles (DAW-Light-Versionen, Plug-ins) geliefert, die einen Mehrwert bieten können.
Vergleich beliebter Audio-Interfaces für Streamer
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir eine Auswahl beliebter und empfehlenswerter Audio-Interfaces für Streamer zusammengestellt:
| Modell | Anzahl Eingänge (XLR) | Phantomspeisung | Konnektivität | Preisklasse (ca. EUR) | Besondere Merkmale |
|---|---|---|---|---|---|
| Focusrite Scarlett 2i2 4th Gen | 2 | Ja | USB-C | 180-220 | Sehr beliebter Standard, Air-Modus, Auto Gain, Clip Safe, Kopfhörer-Verstärker |
| Behringer UMC202HD | 2 | Ja | USB-B 2.0 | 70-100 | Sehr preiswert, MIDAS Preamps, solide Leistung für den Preis |
| Rode AI-1 | 1 | Ja | USB-C | 120-150 | Hochwertiger Preamp, exzellente Kopfhörer-Ausgabe, minimalistisches Design |
| Universal Audio Volt 2 | 2 | Ja | USB-C | 190-250 | Vintage Mic Preamp Mode, 76 Compressor (Volt 276), hochwertiger Klang |
| Elgato Wave XLR | 1 | Ja | USB-C | 160-190 | Speziell für Streamer, integrierte Software-Mixer (Wave Link), Clipguard |
USB- versus XLR-Mikrofone: Ein direkter Vergleich der Anschlussarten
Die Wahl zwischen einem USB-Mikrofon und einem XLR-Mikrofon (in Kombination mit einem Audio-Interface) ist eine grundlegende Entscheidung für Ihre Audioqualität. Hier ein direkter Vergleich:
| Merkmal | USB-Mikrofon | XLR-Mikrofon (mit Audio-Interface) |
|---|---|---|
| Audioqualität | Gut für Einsteiger, aber oft eingeschränkte Dynamik und höherer Rauschpegel. | Hervorragend, professioneller Standard, geringes Rauschen, hohe Dynamik und Detailtreue. |
| Flexibilität | Gering; meist nur ein Mikrofon pro USB-Port, keine Instrumente, keine Phantomspeisung. | Sehr hoch; mehrere Mikrofone, Instrumente, Phantomspeisung, erweiterte Routing-Optionen. |
| Anschluss | Direkt an USB-Port des Computers. | An Audio-Interface über XLR-Kabel; Interface dann an Computer via USB/Thunderbolt. |
| Zusätzliche Hardware | Keine (alles integriert). | Audio-Interface, XLR-Kabel, ggf. Mikrofonstativ. |
| Preisspanne | Meist günstiger im Einstieg, aber hochwertige Modelle können teuer sein. | Höhere Gesamtkosten durch Mikrofon + Interface, aber bessere Skalierbarkeit. |
| Zielgruppe | Einsteiger, Casual-Streamer, Podcaster mit einfachen Setups. | Ambitionierte Streamer, professionelle Content Creator, Musiker, Multi-Input-Setups. |
Schritt-für-Schritt: Einrichtung Ihres Audio-Interfaces für den Stream
Die Einrichtung eines Audio-Interfaces mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, ist aber mit dieser Anleitung gut zu bewältigen:
- Treiber installieren: Bevor Sie das Interface anschließen, laden Sie die neuesten Treiber von der Website des Herstellers herunter und installieren Sie diese. Dies ist entscheidend für eine stabile Funktion.
- Interface anschließen: Verbinden Sie das Audio-Interface mit dem entsprechenden Kabel (USB-C, USB-B, Thunderbolt) mit Ihrem Computer. Schließen Sie das Netzteil an, falls Ihr Interface eines benötigt.
- Mikrofon anschließen: Verbinden Sie Ihr XLR-Mikrofon über ein XLR-Kabel mit einem der XLR-Eingänge Ihres Interfaces.
- Kopfhörer anschließen: Stecken Sie Ihre Kopfhörer in den dafür vorgesehenen Kopfhörerausgang des Interfaces.
- Phantomspeisung aktivieren (falls nötig): Wenn Sie ein Kondensatormikrofon verwenden, aktivieren Sie die +48V Phantomspeisung am Interface (oft ein kleiner Knopf neben dem XLR-Eingang).
- Eingangspegel einstellen (Gain Staging): Sprechen Sie in Ihr Mikrofon und drehen Sie den Gain-Regler am Interface langsam auf, bis der Pegel im Bereich von -18 dB bis -6 dB liegt. Vermeiden Sie Übersteuerungen (Clipping), die durch rote LEDs angezeigt werden.
- Direct Monitoring aktivieren: Schalten Sie das Direct Monitoring am Interface ein, um sich selbst latenzfrei über die Kopfhörer zu hören.
- System-Audio konfigurieren: Gehen Sie in die Sound-Einstellungen Ihres Betriebssystems und wählen Sie Ihr Audio-Interface als Standard-Eingabe- und Ausgabe-Gerät aus.
- Streaming-Software konfigurieren (z.B. OBS Studio):
- Öffnen Sie OBS Studio.
- Gehen Sie zu "Einstellungen" -> "Audio".
- Unter "Mic/Auxiliary Audio Device" wählen Sie Ihr Audio-Interface als Eingabegerät aus.
- Fügen Sie bei Bedarf separate Audioeingangs-Quellen für weitere Kanäle hinzu (z.B. für eine Gitarre, wenn Ihr Interface mehrere separate Ausgänge als WDM-Geräte bereitstellt).
- Überprüfen Sie die Pegel im OBS-Mixer. Passen Sie sie bei Bedarf an, aber stellen Sie sicher, dass Ihr Interface-Gain die Hauptregelung bleibt.
- Test-Stream: Führen Sie einen kurzen Test-Stream durch und hören Sie sich die Aufnahme an, um sicherzustellen, dass alles optimal klingt.
Nachdem die technische Basis steht, ist der nächste Schritt die strategische Planung Ihres Contents und Ihrer Marketingaktivitäten. Dienste wie streamhub.shop können hierbei unterstützen, indem sie Ihnen helfen, Ihre Reichweite zu maximieren und Ihr Publikum effektiv anzusprechen.
Fortgeschrittene Tipps zur Audio-Optimierung
Ein Audio-Interface ist ein hervorragender Anfang, aber hier sind weitere Tipps, um das Maximum aus Ihrem Sound herauszuholen:
- Raumakustik: Ein gut klingendes Mikrofon hilft wenig in einem stark hallenden Raum. Minimieren Sie Reflexionen durch Teppiche, Vorhänge oder spezielle Akustikpaneele. Ein kleiner, gut gedämpfter Raum ist besser als ein großer, leerer Raum.
- Gain Staging: Achten Sie auf eine korrekte Pegelstaffelung über die gesamte Signalkette. Beginnen Sie mit einem gesunden, aber nicht übersteuerten Pegel am Interface (Gain), und stellen Sie dann die Lautstärke in OBS und im System ein.
- Filter und Effekte in OBS: Nutzen Sie die integrierten Filter von OBS, um Ihren Sound weiter zu verbessern:
- Noise Gate: Entfernt Hintergrundgeräusche, wenn Sie nicht sprechen.
- Kompressor: Glättet Pegelspitzen und macht leise Passagen lauter, für einen konsistenteren Sound.
- Equalizer (EQ): Passt den Frequenzgang an, um die Stimme klarer zu machen oder unerwünschte Frequenzen zu entfernen.
- Kabelmanagement: Verwenden Sie hochwertige, abgeschirmte Kabel und vermeiden Sie es, Audiokabel parallel zu Stromkabeln zu verlegen, um Brummen und Störungen zu minimieren.
- Software-Mixer: Viele Interfaces (z.B. Elgato Wave XLR mit Wave Link, Universal Audio mit Console) bieten eine eigene Software zur Steuerung von Mixes und Routing. Nutzen Sie diese, um komplexe Setups zu verwalten und einen professionellen Mix zu erstellen.
Fazit: Ihr Weg zur perfekten Stream-Audioqualität
Die Frage, ob Sie ein Audio-Interface zum Streamen benötigen, lässt sich prägnant beantworten: Wenn Sie ernsthaft eine herausragende Audioqualität anstreben, ein XLR-Mikrofon verwenden möchten oder mehrere Audioquellen in Ihren Stream integrieren wollen, dann ist ein Audio-Interface nicht nur empfehlenswert, sondern unerlässlich. Es ist die Investition, die den größten Sprung in der wahrgenommenen Professionalität Ihres Streams bewirken kann und Ihnen die Flexibilität und Kontrolle gibt, die Sie für erstklassigen Content benötigen.
Für Einsteiger mit einem einfachen USB-Mikrofon ist ein Interface noch nicht zwingend notwendig. Doch sobald Ihre Ambitionen wachsen und Sie in ein professionelles Mikrofon investieren, wird das Audio-Interface zu Ihrem besten Freund. Es ist das Herzstück Ihres Audio-Setups, das die Brücke zwischen Ihrer Stimme und Ihrem Publikum schlägt und sicherstellt, dass Ihre Botschaft klar, sauber und eindrucksvoll ankommt.
Egal, ob Sie gerade erst anfangen oder bereits ein erfahrener Streamer sind, die kontinuierliche Verbesserung Ihrer Ausrüstung und die Nutzung professioneller Unterstützung – beispielsweise durch die Reichweiten-Steigerungsdienste von streamhub.shop – sind Schlüssel zum Erfolg. Investieren Sie in guten Sound, und Ihr Publikum wird es Ihnen danken!
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Audio-Interfaces
Brauche ich ein Audio-Interface, wenn ich ein USB-Mikrofon habe?
Nein, in der Regel nicht. USB-Mikrofone verfügen über einen integrierten Analog-Digital-Wandler und Vorverstärker, sodass sie direkt an den USB-Port Ihres Computers angeschlossen werden können. Ein Audio-Interface ist hauptsächlich für XLR-Mikrofone und andere analoge Audioquellen gedacht.
Kann ich eine Gitarre direkt an mein Audio-Interface anschließen?
Ja, die meisten Audio-Interfaces verfügen über spezielle Instrumenten- oder Line-Eingänge (oft als "Hi-Z" oder "Instrument" gekennzeichnet), die optimiert sind, um das Signal einer E-Gitarre oder eines Basses direkt aufzunehmen. Dies erspart Ihnen den Kauf eines separaten DI-Box.
Was ist Phantomspeisung und wofür brauche ich sie?
Phantomspeisung (+48V) ist eine elektrische Spannung, die über das XLR-Kabel an bestimmte Mikrofone gesendet wird, um sie zu betreiben. Sie ist typischerweise für Kondensatormikrofone erforderlich, die eine externe Stromquelle benötigen, um zu funktionieren. Dynamische Mikrofone benötigen in der Regel keine Phantomspeisung.
Wie viele Eingänge brauche ich wirklich?
Das hängt von Ihrem Setup ab:
- 1 Eingang: Ausreichend, wenn Sie nur ein Mikrofon verwenden.
- 2 Eingänge: Ideal, wenn Sie ein Mikrofon und ein Instrument (z.B. Gitarre) oder zwei Mikrofone (z.B. für einen Podcast mit Gast) gleichzeitig nutzen möchten. Dies ist die gängigste Wahl für die meisten Streamer.
- 4+ Eingänge: Nötig für komplexere Setups mit mehreren Instrumenten, mehreren Mikrofoneingängen, DJ-Equipment oder externen Hardware-Synthesizern.
Verringert ein Audio-Interface die Audio-Latenz?
Ja, signifikant. Audio-Interfaces sind mit hochwertigeren Treibern und spezieller Hardware ausgestattet, die darauf ausgelegt ist, die Verzögerung zwischen dem Eingangssignal und dem Ausgangssignal (Latenz) zu minimieren. Besonders wichtig ist die Funktion des Direct Monitoring, bei der Sie sich selbst ohne hörbare Latenz über den Kopfhörer direkt vom Interface abhören können, noch bevor das Signal den Computer erreicht.